Serie: Gründung der Europäischen Union

Die Europäische Union steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte. Im März verlässt mit Grossbritannien erstmals ein Mitgliedstaat die EU, und der Euro, der eigentlich den geeinten Kontinent symbolisieren soll, hat die südeuropäischen Volkswirtschaften von den Wohlstandsregionen nördlich der Alpen eher abgekoppelt. Die Franzosen demonstrieren gegen ihren europhilen Präsidenten, während sich die Osteuropäer gegen jeden weiteren Souveränitätstransfer nach Brüssel wehren. Die Kritik an der EU ist so allgegenwärtig, weil deren Mängel wie Bürgerferne und Demokratiedefizit so offenkundig geworden sind. Ungeachtet dessen ist die Europäische Union das Resultat einer faszinierenden Geschichte. Vor allem der Gründungsperiode nach dem Zweiten Weltkrieg haftet etwas Heroisches an. Mutige, idealistische Politiker rauften sich gegen alle Wahrscheinlichkeit zusammen. In einer fünfteiligen Serie erinnert die Weltwoche an diese bewunderungswürdige Gründungsphase, erzählt von Jürg Altwegg, der seit Jahrzehnten in Genf für deutschsprachige Medien über Frankreich schreibt, also ein durch und durch europäisches Leben lebt, der die EU kennt und ihre Geschichte. (WW)

Magisches Datum und neuer Mythos

Jacques Delors, der Realist der französischen Sozialisten, begeisterte als Präsident der Europäischen Kommission die Menschen von seiner Vision: einer Europäischen Union bis 1992. Sein Werk prägt den Kontinent bis heute. Teil 4.

Von Jürg Altwegg
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Freude, schöner Götterfunken

Charles de Gaulle verkörperte die Seele der französischen Nation. Konrad Adenauer, der Anti-Nazi und Antikommunist, stand für ein anderes Deutschland. Eine echte Freundschaft verband die Staatsmänner, die mit dem Elysée-Vertrag die Erzfeindschaft ihrer Völker überwanden. Teil 3.

Von Jürg Altwegg

Traum vom Frieden

Eigentlich war es unmöglich, dass sich Deutschland und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg verständigten. Aber dank dem «Hitler von Nil», dem gescheiterten Plan einer europäischen Armee und weiterer Unwägbarkeiten kamen sie sich näher.

Von Jürg Altwegg

Sternstunden und Friedensväter

Robert Schuman hatte mit den Nazis kollaboriert, Jean Monnet in der Sowjetunion geheiratet. Nach dem Zweiten Weltkrieg schufen die ungleichen Männer die Grundlage für die Europäische Union. Was heute zusehends kritisiert wird, entsprang einem historischen Wunder. (Teil 1).

Von Jürg Altwegg
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