«Weltflucht in die Apokalypse»

Als Reporter rast Stefan Aust seit über einem halben Jahrhundert durch die Zeitgeschichte. Hier spricht er über Chinas steilen Aufstieg, die Taliban und ein Deutschland im Panik-Modus.

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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Ludwig Detusch

12.09.2021|18:51 Uhr

Das sind altlinke Träume - ob China wirklich ein kommunistisches System besitzt, das wäre noch zu untersuchen. Sicher ist, dass China eine Diktatur ist, nur ganz sicher keine Diktatur des Proletariats. Sicher ist auch, dass Diktaturen aller Farben eine Weile "funktionieren" können, sogar "demokratisch legitimierte" bzw. "Mehrheits"-Diktaturen. Die Frage ist immer nur, auf welche Art sie enden und wer die Nutzniesser bzw. Opfer dieser Diktaturen sind.

Thomas Hartl

10.09.2021|17:42 Uhr

«Und nun stellen wir fest, es gibt ein kommunistisches System, und dieses System funktioniert.» - Marx würde im Grabe rotieren, wenn er mitbekäme, was da als kommunistisch bezeichnet wird. In kaum einem anderen Staat ist die Schere zwischen Arm und Reich so weit aufgegangen. Nur in wenigen Staaten wird ein so unverblümter Nationalismus propagiert wie dort. Und wo die Staatswirtschaft eingreift, entsteht meist ein Milliardengrab. Bestes Beispiel, der erfolglose Versuch bei der Chipproduktion zu Taiwan und Südkorea aufzuschliessen.

Peter Briw

10.09.2021|00:01 Uhr

Dazu schrieb ein von mir hoch angesehener Herr Gremliza, der heute die grünen und die soziweltverbessernden Gutmenschen sicherlich in die Wüste schicken würde, ein gutes Zitat. +/- hört auf den Politkern mehr Intelligenz zuzutrauen als den nicht Politkern. Früher - sie waren leider der letzte Chefredaktor, hatte man als Spiegelleser immer die Argumentationshoheit - ein echt schöne Aussage - gäll und erst noch war. Heute - wir sind in einem Niemandsland und wir verdursten! Nein, wir verdursten nicht, sondern wir nehmen euch und eure guterzogenen Nachfahren nicht mehr so Ernst.

Geronimo

08.09.2021|22:01 Uhr

"Schreiben was ist" Heute wie schon in anderen Zeiten gilt "Entscheidend ist nicht mehr, was ist. Entscheidend ist nur noch, was darüber erzählt wird. Jean Baudrillard. Zu KP-China "Nun stellen wir fest, es gibt ein kommunistisches System, und dieses System funktioniert. Wir müssen also ernsthaft darüber nachdenken, wie wir damit konkurrieren können, ohne uns anzupassen. "

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