Grösster Postraub der Geschichte

Jahrelang nahmen die Beamten den Staatsbetrieb aus. Zweieinhalb Milliarden Franken verschoben sie in die Pensionskasse. Kann, will Gewerkschafter Christian Levrat aufräumen?

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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Richard Müller

10.04.2021|09:13 Uhr

Ich denke schon, dass Levrat bei der Post ordentlich aufräumen wird. Vielleicht nicht ganz im Sinne der Wirtschaftlichkeit. Ich meine eher die ideologische Säuberung. Es hat einfach noch zu viele CVP Restanzen. Die Säuberung hat den Vorteil, dass sehr viele Leute mit dem richtigen Parteibuch endlich zu einer Position kommen, die ihnen Sicherheit und Einkommen garantiert. Als Poststellenleiter muss man von Logistik keine Ahnung mehr haben. Ein abgebrochenes Soziologiestudium, Aktivist bei mindestens einer NGO und überzeugter Kapitalismusüberwinder, so sieht das neue Anforderungsprofil aus.

Markus Spycher

08.04.2021|19:14 Uhr

>> "Jahrelang nahmen die Beamten den Staatsbetrieb aus." Man könnte meinen, bei solch exzellenten Altersgeldern hätte die ganz Schweiz bei der PTT arbeiten wollen. Aber nichts da über Staatsangestellte (alias Beamtenbünzlis) wurde bloss mitleidig gelächelt, da die Privatwirtschaft bis vor Kurzem schlicht besser zahlte. Aber jetzt kommt der Neid. Dabei haben die Postangestellten während den Jahrzehnten ihres Dienstes brav entsprechende Abzüge für Altersvorsorge hingenommen. Und weil sie dem Arbeitgeber treu waren, haben sie auch keine einbezahlten Beiträge infolge Arbeitsplatzwechsel verloren.

Hanspeter Gabriel

08.04.2021|17:43 Uhr

Eine Kommunistin fungiert als Steigbügelhalterin eines Kommunisten, damit dieser an die Spitze des POST-Betriebs gelangt. Das Volk wird vorgeführt von politischer Protze. Man kann politische Protze auch mit K ohne r… schreiben. Schade um diesen Betrieb. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche sich tagtäglich auch bei misslichsten Wetterverhältnissen für uns einsetzen, damit wir «unsere Post» möglichst zeitnah beim warmen Kafi vorfinden, haben einen wirtschaftlich gebildeten VR-P verdient. Keinen Gewerkschafter, der nur eine grosse Klappe hat.

Claudio Hammer

08.04.2021|16:32 Uhr

Lips: Falls Sie es noch nicht gemerkt haben sollten, im Gegensatz zur EZB, BoJ, BoE, FED ua. Zentralbanken kauft die SNB via QE keine Staatsschulden der Schweiz auf, sondern muss FX Käufe in Oblis und ausländischen Aktien tätigen, damit der CHF nicht zu stark überschiesst und wir nicht mehr wettbewerbsfähig werden. Also ist Ihr Kommentar materiell schlichtweg einfach deplatziert. Dann passen Sie mal lieber auf sich auf, dass Sie den grossen Chlapf überhaupt noch erleben werden, denn allen Unkenrufen zum Trotz wird der vermutlich noch nicht so schnell kommen, wie viele glauben.

Hans Georg Lips

08.04.2021|12:37 Uhr

Der Falschmünzer Levrat passt ja zu den Kriminellen in der Postorganisation. Er wird die Kriminalität auf ein weit höheres Niveau anheben, in dem er allen Postlern ganz einfach Erstklassversorgung verschafft. Das Plündererpack in der Verwaltung zockt uns immer stärker ab. Manche merken gar nicht mehr, dass sie nur als Steuernzahler noch gebraucht werden. Und langen diese nicht, druckt die SNB einfach Geld, 50, 100 oder 1000 Milliarden. Ist ja egal. Keiner zahlt mehr Schuldenzutück. Ich freu mich auf den ganz grossen Klapf.

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