Tito Tettamanti über Klaus Schwabs Schwindel-Kapitalismus, Kunstliebhaber Berset, Post-Lockdown Kolumbien, Markus Blocher, Esther Vilar

Persönlichkeiten wie WEF-Gründer Klaus Schwab und Papst Franziskus wünschen sich einen besseren Kapitalismus. Was ist davon zu halten? Wenig bis nichts, findet der Schweizer Unternehmer Tito Tettamanti. In seinem Essay spricht er von einem Schwindel. mehr

 

Im letzten Jahr hat die Öffentlichkeit Alain Berset fast nur als Gesundheitsminister wahrgenommen. Als oberster Schirmherr der Künste trat er allenfalls mit grosszügigen Zahlungen à fonds perdu an die Kulturschaffenden in Erscheinung. Die Weltwoche geht der Frage nach, wo die persönlichen Vorlieben Bersets in bildender Kunst, Literatur, Film und Musik liegen. Dass er gerne zwei- oder vierhändig Klavier spielt und sich auf dem roten Teppich bei Filmfestivals wohlfühlt, ist bekannt. Überraschender hingegen fällt der Befund bei den künstlerischen Fotografien aus, die dem Kulturminister auf Instagram gefallen – da findet sich Verstörendes weit abseits vom Mehrheitsgeschmack. mehr

 

Die Regierung Kolumbiens hat dem Land einen der weltweit härtesten und längsten Lockdowns verordnet. Mit geringem Erfolg. Dann waren die öffentlichen Kassen leer und die Popularität der Regierung stürzte ab. Jetzt ist das südamerikanische Schwellenland fast komplett geöffnet. Trotzdem sinkt die Zahl der Infektionen. Wirtschaftsredaktor Florian Schwab hat im trendigen Medellín die verbotenen Früchte der Freiheit und den besten Kaffee der Welt probiert. mehr

 

Der Chemieunternehmer Markus Blocher ist normalerweise im Aargau in einem traditionsreichen Fabrikgelände tätig, aber in den vergangenen Monaten ist seine Firma Dottikon ES plötzlich an vielen Bildschirmen erschienen. Sein Unternehmen wurde zum Bösenstar, wer vor einem Jahr seine Aktien gekauft hat, hat heute fast den vierfachen Wert in der Hand. Hinter dem glanzvollen Aufstieg stehen lange Jahre Vorarbeit, Ausdauer, Leiden und eine unablässige Suche nach neuen Produkten für die Kunden. Unwillkürlich kommt die Frage auf, wie sich Markus Blochers Firma im Vergleich mit der Ems-Gruppe seiner Schwester Magdalena Martullo-Blocher schlägt. Eines ist klar: Markus Blocher ist einen eigenwilligen, originellen Weg gegangen. mehr

 

Exakt ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit die Frauen in der Schweiz zu mündigen Mitbürgerinnen erklärt wurden und das allgemeine Stimm- und Wahlrecht erhielten. 1971 war allerdings auch das Jahr, in dem die Schriftstellerin Esther Vilar mit ihrem Weltbestseller «Der dressierte Mann» den Feminismus auf den Kopf stellte. In ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit, so Vilars These, hätten sich die Frauen bequem eingerichtet, sie hätten kein Interesse, etwas daran zu ändern; die feministische Opferlehre zementiere die weiblichen Privilegien und lenke von der Realität ab, in der die Männer die Ausgebeuteten seien. Was ist davon im Rückblick zu halten? Redaktor Alex Baur hat die bisher unbekannte Biografie der gebürtigen Argentinierin aufgearbeitet, und er kam dabei zum Schluss: Vilar ist heute noch so aktuell wie vor fünfzig Jahren. mehr

 

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