Und keiner schlug Alarm

Vor einem Jahr tötete die 75-jährige Querulantin Alice F. in Basel den siebenjährigen Ilias. In 35 Briefen ans Bundesgericht hatte die geistesgestörte Frau den Mord angekündigt. Die Drohschreiben blieben ohne Folgen, die Richter schützten nur sich selber.

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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Markus Dancer

15.02.2020|15:35 Uhr

Es ist unmöglich ALLE Querulanten zu überwachen. Überwacht werden immer noch resp. wieder diejenigen die sich gegen unsere "EU-Regierung" engagieren! Erinnert ihr Euch an den Fichenskandal? Meine war ziemlich dick u. alles totaler Unsinn! Denunziert, vermerkt, beobachtet usw. wird nach wie vor und intensiv wie nie zuvor, nur die Falschen! Die Frau ist eine simple Mörderin (mit Ansage) die ein Kind zum Eigennutz umbrachte. Das gehört mit dem Tod bestraft!

Richard Müller

14.02.2020|16:59 Uhr

Die von Alex Baur zusammengetragenen Fakten lassen auf ein Versagen der Behörden schliessen. Allerdings habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass nach zehn gefüllten Bananenschachteln niemand mehr erschreckt auf weitere schriftliche Drohungen schaut. Es ist auch anerkennenswert, dass nicht gleich jeder Querulant weggesperrt wird. Eine Verschärfung der Usanz könnte in Zeiten, in denen schon eine SVP-Mitgliedschaft von vielen als Querulantentum eingestuft wird, sehr unappetitlich werden. Der Bub, seine Familie und Freunde, tun mir sehr leid. Doch das Restrisiko sollten wir in Kauf nehmen.

Yvonne Flückiger

12.02.2020|21:48 Uhr

Der Fall der Basler "Querulantin" ist natürlich fürchterlich. Wie auch der Fall Leibacher in Zug. Trotzdem stellt sich die Frage, wie es soweit kommen konnte und was genau einen "Querulanten" hervorbringt. Ich behaupte: Nicht zuhören und nicht ernst nehmen. Weiter behaupte ich, dass es immer mehr sog. Querulanten geben wird, die allerdings vorerst nur die Faust im Sack machen. Ungerechtigkeiten nehmen täglich zu. Von den Behörden zusätzlich schikaniert und nicht ernst genommen zu werden, führt da sicher nicht zu einer Deeskalation. Mehr Ombudsstellen, könnte da eine Lösung sein.

Jürg Brechbühl

12.02.2020|20:01 Uhr

Ich frage mich, warum in dem Bericht das Wort "Wahn" vorkommt. Die Frau hat einen Mord begangen. Sie ist komplett rational und planmässig vorgegangen. Sie hat ein soft target gewählt, weil sie wusste, dass das genau gleich gut funktioniert, wie wenn sie den aussichtslosen Versuch machen täte, einen Würdenträger anzugreifen.

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