Intern: SBB, neue Kampfflugzeuge, Urs Kessler, Thüringen

Einst waren die SBB der Stolz der Bahnfahrernation Schweiz. Nach der Pünktlichkeit der Schweizer Züge konnte man die Uhr richten. In den letzten Jahren musste das Unternehmen einen langsamen Abstieg hinnehmen. Die Schweizerischen Bundesbahnen stehen heute für verspätete, ausfallende, dreckige und überfüllte Züge. Es scheint, dass die Folgen der ungebremsten Masseneinwanderung an der Bahn nicht spurlos vorübergegangen sind. Hubert Mooser ist der ketzerischen Frage nachgegangen, ob die SBB am Ende an der Personenfrei­zügigkeit scheitern. (mehr)

Die SP bekämpft das acht Milliarden teure Beschaffungsgeschäft für neue Kampfflugzeuge und Boden-Luft-Raketen mit einem eigenen, halb so teuren Vorschlag. Ihre Strategie: gegen aussen einen massiven Um- und Abbau der Armee vertreten, in Wirklichkeit die Armee abschaffen. Ihr Vorschlag, einen billigen italienischen Trainingsflieger zu kaufen, ist im Parlament gescheitert. Christoph Mörgeli zeigt, wer bei der SP in der Sicherheitspolitik die Strippen zieht, wie die Partei auf einen dubiosen amerikanischen Think-Tank setzt und warum der eigens beigezogene Nato-Experte der SP massiv widerspricht. (mehr)

Vor knapp einem Jahr wurde der siebenjährige Ilias in Basel auf dem Schulweg von der 75-jährigen Alice F. erstochen. Ilias war ein Zufalls­opfer. Mit dem Mord eines Kindes, so erklärte die stadtbekannte Querulantin der Polizei, habe sie auf das Unrecht aufmerksam machen wollen, das ihr widerfahren sei. Nun soll die geständige Alice F. wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen und psychiatrisch verwahrt werden. Redaktor Alex Baur ist der Frage nachgegangen, warum die Frau nicht schon lange weggesperrt wurde. Seine Recherchen führen zu einem erschreckenden Befund: Alice F. hatte ihr Gewaltverbrechen in 35 Briefen an das Bundesgericht angekündigt. Doch dieses alarmierte die Basler Behörden nicht. (mehr)

 

Urs Kessler wollte Bauer oder Maurer werden – etwas Handfestes. Die Schule interessierte ihn nur am Rand. Heute ist der 57-Jährige CEO der Jungfraubahnen und somit einer der einflussreichsten Touristiker des Landes. Er setzt mit der V-Bahn ab Grindelwald das grösste Projekt seit dem Bau der Bahn aufs Jung­fraujoch um. Im Schatten von Eiger, Mönch und Jungfrau hat Kessler auch mit Neidern und politischen Heckenschützen zu kämpfen. Thomas Renggli erzählte er die ­Geschichte ­seines beeindruckenden Werdegangs. (mehr)

Eklat in Thüringen: Im ostdeutschen Bundesland wird ein neuer Ministerpräsident gewählt und tritt tags darauf wieder ab – auf Befehl von Kanzlerin Angela Merkel.Grund: Er war mit Hilfe der rechten Alternative für Deutschland (AfD) ins Amt gewählt worden. Politiker und Medien sprechen von «Dammbruch» und «Schande». Was ist, nüchtern betrachtet, von dem Skandal zu halten? Merkel habe mit der Intervention ihre «Kompetenzen als Kanzlerin eindeutig überschritten», sagt Rechtswissenschaftler Dietrich Murswiek im Interview. Wenn eine ­demokratisch gewählte Partei konsequent ausgegrenzt werde, sei der Geist der parlamentarischen Demokratie gefährdet. Murswiek hält fest: Die AfD als «nazistisch», «faschistisch» oder «rassistisch» zu bezeichnen, sei verhetzend. (mehr)

 

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