Alain Berset, Abigail Shrier, Jürg Lauber, Konzern-Initiative, Daniel Yule, Micheline Calmy-Rey

Die Eilmeldung vom letzten Samstag zog weite Kreise. Die Weltwoche veröffentlichte als erstes einen rechtsgültigen Strafbefehl, der es in sich hat: Bundesrat Alain Berset wurde von einer Frau um 100 000 Franken erpresst. Sie drohte Fotos und Mails zu publizieren. Drei Wochen lang versuchten Berset und sein Privatanwalt vergeblich, die Sache zu bereinigen. Schliesslich kam es zur Strafanzeige, zur Verhaftung der Erpresserin und zur Löschung aller Daten. Der Gesundheitsminister wollte explizit verhindern, dass der Fall an die Öffentlichkeit gelangt. Die Bundesanwaltschaft sieht seine berufliche Reputation in Gefahr. Das macht Berset angreifbar. mehr

 

Noch vor kurzem waren Transgender ein Randphänomen. Heute outen sich Hunderttausende Teenager als transsexuell. Abigail Shrier hat darüber ein verstörendes Buch geschrieben, das in den USA Furore macht. Ein Netzwerk von Pädagogen, Psychiatern, Lehrern und Ärzten dränge Jugendliche dazu, Transgender als normale Lebensoption zu erwägen – ohne medizinische Grundlagen. Im Gespräch mit Urs Gehriger warnt Shrier, der Trend führe bei jungen Menschen zu psychischen und körperlicher Schäden. Wer kritische Fragen stelle, werde an den Pranger gestellt. mehr

 

Zwei Jahre ist es her, dass Botschafter Jürg Lauber im Scheinwerferlicht stand: Der 57-Jährige wirkte am Uno-Migrationspakt mit. Die Konvention, die nicht nur in der Schweiz zu reden gab, gilt für 193 Uno-Mitgliedstaaten, Lauber leitet inzwischen nicht mehr die Schweizer Uno-Mission in New York, sondern diejenige in Genf. An einem nebligen Tag empfängt er die Weltwoche an seinem neuen Arbeitsplatz. Bei einem Espresso spricht er erstmals ausführlich über den Pakt, die Uno und sein Leben in der Diplomatie. mehr

 

Lange hat die Schweiz keinen so aufwendigen Abstimmungskampf erlebt. Die Anhänger der Konzern-Initiative (KVI) – eine breite Allianz von NGO, Linken und Vertretern der Landeskirchen – überfluten das Land mit Plakaten, Inseraten, Clips, Mails und Flugblättern. Doch keines der Beispiele von Schweizer Konzernen, die Kinder in armen Ländern angeblich gnadenlos vergiften und ausbeuten, hält einer genauen Überprüfung stand. Laut Umfragen ist ein Ja an der Urne möglich. Der Preis dafür ist hoch: Die Glaubwürdigkeit der Hilfswerke, vielleicht ihr grösstes Kapital, hat arg gelitten. mehr

 

Daniel Yules Stern ging in der letzten Skisaison auf, als er drei Weltcup-Slaloms gewann: Nach seinem Triumph in Madonna di Campiglio sind seine Siege in Adelboden und Kitzbühel unvergessen. Damit verdiente der 27-Jährige einen Eintrag in den Geschichtsbüchern als bester Schweizer Slalomfahrer aller Zeiten. Wir treffen den Unterwalliser im Engadin, wo er sich für den Corona-Winter vorbereitet. Hinter seiner Schutzmaske lacht er, obwohl ihm nicht danach zumute ist: «Skifahren heisst für mich Emotionen. Ohne Zuschauer bleibt nur der rohe Sport.» mehr

 

Wir freuen uns, Ihnen einen Vorabdruck des neuen Buchs von Alt-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zu präsentieren. Die langjährige Schweizer Aussenministerin ergründet in ihrem Werk die Bedeutung der Neutralität und plädiert für eine «beherzte Politik», die «Konflikten vorbeugen und sie lösen will». Das Buch ist ab 30. November im Handel. mehr

 

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Alex Baur, Redaktor

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