Tyrannei der Gebildeten

Amerikanische Forscher kritisieren, dass ihre Hochschulen zu viele Akademiker produzieren. Das Thema kann uns auch in der Schweiz nicht kaltlassen.

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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Inge Vetsch

15.11.2020|14:47 Uhr

Wahrscheinlich einer der Gründe, warum Europa bald vor China/Asien in die Knie gehen wird. Dazu kommt noch, dass das bewährte System der Berufsbildung in der Schweiz immer weniger zählt. Auf all dies hat Rudolf Strahm bereits vor vielen Jahren völlig zurecht hingewiesen. Der fatale Prozess scheint sich aber nicht aufhalten zu lassen. Weil politisch ja auch gar nicht gewünscht.

Hans Grob

14.11.2020|18:02 Uhr

'10006 Studierende im Hauptfach Psychologie.' Verrückt. Wenn man die Schweiz gleichmässig auf die 3000 Gemeinden aufteilt, gibt es pro Gemeinde knapp 3000 Einwohner. Und somit 3 Psychologiestudentinnen pro durchschnittliche Gemeinde. Dabei reichen etwa so viele praktizierende Ärzte. Man behaupte nur nicht, diese Absolventinnen sähen ihre Berufstätigkeit nicht irgendwie bei der staatlichen Hilfe für das Prekariat, für Flüchtlinge, für Nachwuchs aus Bildungsferne, ... Je schlechter unsere Zukunft, umso besser geht es ihnen.

Hans Grob

14.11.2020|17:53 Uhr

"Überproduktion von Eliten». Gibt es nicht. Wer zum heutigen 20 bis 70(!)%igen Anteil an Studierten gehört, ist noch lange nicht in der Elite. Früher war es anders. Die echte Elite macht weniger als 1% aus. Ob es Promille oder Zehntel davon sind, kann man nicht genau sagen.

Markus Spycher

13.11.2020|09:28 Uhr

Bildung sollte unser allererster Luxus sein. Ich schätze es, wenn ich mit dem Taxichauffeur über griechische Mythologie diskutieren kann.

Nannos Fischer

13.11.2020|09:19 Uhr

Wir hatten ein Bildungsystem, das von Maturanden intellektuelle Neugier und Audauer forderte und daher auch entsprechende Anforderungen stellte, denen nicht jeder gewachsen sein konnte. Die Gefahr, «Überschussakademiker» zu «produzieren» war gering. Dann kam «Bologna» und stetige Anpassung der Anforderung nach unten, damit in der Schweiz wie in den andern europäischen Ländern mehr Mittelschulabgänger der Wohltat eines Studiums teilhaftig werden konnten. Das Ergebnis ist bekannt: viele beruflich ziellose Pseudointellektuelle.

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