Silicon Valleys heiliger Krieg

Im Kampf ums Oval Office mischte die mächtigste und sich jeder Verantwortung entziehenden Industrie der Welt mit: Big Tech. Sie hilft den Linken. Massiv.

Mr Dorsey, wer zum Teufel hat Sie gewählt und damit beauftragt, zu entscheiden, worüber die Medien berichten dürfen und was das amerikanische Volk hören darf?» Die Frage, die Senator Ted Cruz in einer Anhörung vor dem Senat dem milliardenschweren CEO von Twitter stellte, ist berechtigt. Wie kommt es, dass Sultane des Silicon Valley so arrogant, schamlos und linkslastig geworden sind, dass sie sich die Macht anmassen, zu entscheiden, dass der nächste US-Präsident der Demokratischen Partei angehören müsse?

Das zumindest war ihre heimtückische Absicht. Ob sie gelungen ist, weiss ich nicht, da ich dies schreibe, bevor das Wahlergebnis bekannt geworden ist, wobei ich die Daumen dafür drücke, dass der Donald es wieder schafft, denn ich habe nicht nur 200 Pfund auf ihn gesetzt, sondern auch meine ganzen Hoffnungen für die Zukunft der westlichen Zivilisation.

Sollte aber Joe Biden ins Oval Office gelangt sein, dann kann ich Ihnen eines sagen: Das war nicht, weil eine Mehrheit der Amerikaner überzeugt ist, ein seniler Kasper mit einer linksradikalen Genossin sei der Schlüssel zur strahlenden Zukunft der USA. Sondern das war, weil die Wahl gestohlen wurde von der mächtigsten, gefährlichsten und sich jeder Verantwortung entziehenden Industrie der Welt: Big Tech.

 

Artikel der New York Post gelöscht

Sollte das für Sie übertrieben klingen, bedenken Sie den Anlass für Cruz’ berechtigten Zorn: Die New York Post brachte einen Artikel über einen möglichen Fall von Korruption, in dem es um Joe Biden, dessen Crack rauchenden Sohn Hunter und Schmuse-Deals mit Unternehmen in der Ukraine und China ging. Twitter löschte den Artikel und zensierte jeden User, der die Geschichte zu verbreiten versuchte. Mit anderen Worten: Auf dem Höhepunkt eines erbitterten Wahlkampfs versuchte Twitter, erdrückende Beweise zu unterdrücken, die gegen den von Twitter bevorzugten linken Kandidaten sprachen.

Der Twitter-CEO Jack Dorsey, der mit seinem struppigen Bart und abwesenden Blick wie ein abgedrehter Rasputin wirkte, murmelte zur Entschuldigung etwas von «gehackten» Daten und einem «Verstoss gegen Bedingungen». Genau diese windige Unehrlichkeit bringt Kritiker von Twitter und dessen linken Genossen Facebook, Google, Youtube, Wikipedia et cetera in Rage. Das Gesetz behandelt diese Giganten nach wie vor, als seien sie nichts anderes als neutrale, gesetzlich geschützte Kanäle der öffentlichen Meinung (gemäss Gesetzesartikel «Section 230»). Dabei sind sie ein Kartell linker Verleger, die ihre Dominanz des öffentlichen Diskurses ausnutzen, um die rechte Opposition zum Schweigen zu bringen.

Was Details dazu betrifft, so kann ich #Deleted von senior technology correspondent Allum Bokhari von Breitbart empfehlen. Im Gegensatz zu vielen Journalisten ist Bokhari nicht von Big Tech gekauft worden, weshalb konservative Insider (eine seltene und verdeckt agierende Spezies im Silicon Valley) sich an ihn wenden, wenn sie etwas durchsickern lassen wollen.

Wir Rechten sind uns alle bewusst, dass Big Tech uns diskriminiert: Noch der harmloseste Kommentar von uns wird auf Facebook oder Twitter blockiert oder gelöscht, während die Linke sogar für Bösartigeres einen Freipass hat; dann gibt es die «Shadowbans», die heimlich unsere Reichweite verringern, und die negativen Darstellungen von uns auf Wikipedia. Aber erst wenn man Bokhari gelesen hat, begreift man, wie koordiniert und gnadenlos dieser Linksdrall ist. Im Wesentlichen ist, wie verschiedene an die Öffentlichkeit gedrungene Reden und interne Dokumente zeigen, der Kollektivkopf des Silicon Valley 2016 explodiert, als Trump bei der Präsidentschaftswahl Hillary Clinton schlug. Nie und nimmer hätte Big Tech erwartet, dass etwas so Schreckliches und Falsches geschehen könnte, und so schwor man sich, dass so etwas nie mehr passieren dürfe.

 

Suchmaschinen-Manipulationseffekt

In den letzten vier Jahren hat Big Tech fast ebenso viel Energie dafür aufgewendet, Trump und dessen Anhänger zu vernichten, wie für seine eigentliche Arbeit. Glauben Sie, das werde nicht gelingen? Dann bedenken Sie die Forschungsergebnisse des Psychologen Robert Epstein, der gezeigt hat, dass eine Suchmaschine einfach dadurch, dass sie Suchergebnisse zugunsten eines politischen Kandidaten verschiebt, dessen Akzeptanz um bis zu 48 Prozent erhöhen kann. Der sogenannte Suchmaschinen-Manipulationseffekt ist eine Realität. Erschreckenderweise sind Menschen, die dadurch manipuliert werden, sich dessen keineswegs bewusst. Stellen Sie sich vor, was für eine ungeheure Macht Google hat, das den amerikanischen Markt zu 90 Prozent dominiert, täglich 3,5 Milliarden und jährlich 1,2 Billionen Suchen ausführt.

Nie würden konservative Politiker zulassen, dass sich ein so voreingenommenes System entwickelt, nicht wahr? Doch. Manche haben einfach nicht begriffen, worum es geht, anderen ist von den Big-Tech-Lobbyisten der Kopf verdreht worden. Glücklicherweise haben ein paar hellsichtige Seelen, darunter Ted Cruz und Josh Hawley aus Missouri, die Gefahr erkannt und sind entschlossen, sie zu bekämpfen. Auch Trump ist der Sache auf die Schliche gekommen und hat bei der für Kommunikationswege zuständigen Behörde Federal Communications Commission Leute dazu bestimmt, Big Tech zur Rechenschaft zu ziehen.

«Beherrschen wir die Technik, oder beherrscht die Technik uns?», fragt Bokhari. Die Antwort auf diese Frage hängt vom Ausgang der Wahlen ab.

 

Aus dem Englischen übersetzt von Thomas Bodmer

 

"Abonnieren Sie die Weltwoche und bilden Sie sich weiter"

Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Brigitte Miller

17.11.2020|08:00 Uhr

Big Tech hilft den Mächtigen in jeder Hinsicht, im Moment auch gegen Corona Massnahmen-Skeptiker. Es wird gelöscht was das Zeug hält, z.B. die Sitzungen des Corona Ausschuss.de, der sich seriös mit Wissenschaftlern( Mediziner, Medienwissenschaftler, Ökonomen etc. mit dem Phänomen befasst). Es ist beängstigend, was hier geschieht.

Markus Dancer

14.11.2020|13:50 Uhr

Kopf verdreht? Nein - die wurden alle gekauft! Wenn Typen wie Zuckerberg od. dieser Dorsey und Konsorten, wer weis was da noch alles für Irre kommen werden, den US-Präsidenten praktisch im Alleingang (inkl. Betrug) bestimmen können, stimmt mit der Verfassung u. den Gesetzen etwas nicht! (Obacht die CH-Verfassung ist in Vielem sehr ähnlich, od. glaubt im Ernst noch jemand an Demokratie auf Bundesebene?! Machtbeschneidung ist bei Big-Tech. wie der Stgaats-Hydra (Deep-State) ein totales NO_GO. Deshalb haben sie sich verbündet! Mit Erfolg wie es scheint!

Meinrad Odermatt

12.11.2020|11:36 Uhr

Danke für diesen Augenöffner. Man wird ihn in keiner europäischen Zeitung finden. Auch nicht in der NZZ. So "unabhängig" wäre dann doch des Guten zu viel. Oder vielleicht jetzt gezwungenermassen, nach diesem WW-Artikel. Aber da ist viel zu viel Rauch ohne dass da ein Feuer wäre. Das "Undenkbare" (eine teuflisch-kriminelle absurde NWO) ist bereits seit längerem in Umsetzung. Jetzt verbinden Sie die ganze Geschichte noch mit den Machenschaften eines Georg Soros, dem "Philanthropen". Einem Freund von Merkel, der in Brüssel ein und ausgeht. Von dem ist hier noch nicht mal die Rede...

Die News des Tages aus anderer Sicht.

Montag bis Donnerstag
ab 16 Uhr 30

Ihr Light-Login-Zugang ist abgelaufen. Bitte machen Sie das Abonnement hier