Versuchung der Macht, Wenzel Peter, Feindbild Auto, Kathrin Altwegg, Die besten Gemeinden der Schweiz

Die Corona-Pandemie hat zu einer gigantischen Ausdehnung staatlicher Macht geführt, auch in der Schweiz. Was vor wenigen Monaten unvorstellbar schien, ist jetzt Alltag: Quarantäne-Regeln, milliardenschwere Hilfspakete an die Wirtschaft, minutiöse Überwachung mit elektronischen Privatdaten, Suspendierung von Volksrechten. Die Politik, aber auch die Bürger, die geschützt werden wollen, erliegen den Versuchungen und Verführungen der Macht. Auf der Suche nach dem passenden Coverbild für dieses Thema stiess Art-Director Daniel Eggspühler auf das klassische Gemälde «Adam und Eva im Paradies» von Wenzel Peter (um 1800). Es zeigt die biblische Urszene der Versuchung, von uns nur leicht aktualisiert, um den Bezug zur Gegenwart herzustellen. mehr

 

Feindbild Auto: Die Vertreter der Autobranche ärgern sich, dass sie in Bern kein Gehör finden; Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga (SP) verweist sie an untergeordnete Amtsstellen. Die Bundespräsidentin benützt demonstrativ den Zug und wettert gegen grosse Autos. Das ist nur die Spitze des Eisbergs einer autofeindlichen Politik, die Grüne, Sozialdemokraten und Grünliberale programmatisch verfolgen. Autofahrer und Strassenbenützer werden wie Staatsfeinde behandelt. Christoph Mörgeli berichtet, wie der Individualverkehr unter die Räder kommt – obwohl 83 Prozent des Personenverkehrs über die Strasse abgewickelt werden. mehr

 

Mit den Füssen fest am Boden und dem Kopf im Universum, so kann man Kathrin Altwegg beschreiben. Die Astrophysikerin an der Universität Bern spielte eine zentrale Rolle bei der europäischen Weltraummission «Rosetta», mit der die Urmaterie vom Beginn unseres Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren erforscht wurde. Dank den «Rosetta»-Daten weiss man nun besser darüber Bescheid, wie das Leben auf die Erde gekommen ist. «Wir nähern uns den Anfängen», sagt die Weltraumforscherin. mehr

 

In einem Jahr mit derartigen Eingriffen ins tägliche Leben und in die persönliche Bewegungsfreiheit gewinnt der Wohnort für viele eine neue Bedeutung. Die eigene Gemeinde ist einem plötzlich viel näher, wenn man da nicht nur schläft. «Ländliche Orte gewinnen gegenwärtig an Attraktivität», sagt der Immobilienexperte Donato Scognamiglio vom Institut IAZI im Interview zum diesjährigen grossen Gemeinderating der Weltwoche. «Wer kann, bleibt zu Hause», meint er, organisiere sein Leben eher im kleinen Umkreis. Den Wettbewerb gewonnen hat die Stadt Zug, die sich in der Corona-Zeit umsichtig um Wirtschaft, Kultur und Lebensqualität kümmerte. Sie schaffte den Sprung an die Spitze, nachdem sie im Vorjahr auf Platz drei gelegen hatte. Damals war die Luzerner Gemeinde Meggen Zweite, diesmal wieder, vor dem Aufsteiger Lachen am Zürichsee. Worin besteht das Geheimnis attraktiver Gemeinden, worauf kommt es an, wenn man Leute und Firmen anziehen will? Die Lage am See ist sicher ein wichtiger Wert, aber unsere Analyse geht gründlich an die Sache heran: 933 Gemeinden wurden anhand von je fünfzig Indikatoren unter die Lupe genommen und nach Erfolgsfaktoren rangiert. Der Charme dieser Rangliste liegt auch darin, dass auch auf hinteren Positionen reizvolle Kombinationen von Wohnqualität, Erreichbarkeit, Steuerfuss und Sicherheit zu finden sind. mehr

 

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