Verfall eines Mythos

Beliebteste Marke, grösste Arbeitgeberin, eine Million Kunden täglich:Die Migros ist ein Monument der Schweizer Wirtschaft. Nun wackelt der Riese in orange.Was ist los bei der Genossenschaft, die mehr sein will als ein gewöhnliches Unternehmen?

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Kommentare

Diego Braun

30.06.2020|12:49 Uhr

Die Migros hat sich von der Ideologie eines Gottlieb Duttweilers derart entfernt, dass der Gründer sich im Grab umdrehen würde. Betreffend Personalwesen, in das ich verschiedentlich Einblick hatte/habe, sieht es mehrheitlich so aus: Eingestellt wird jemand längerfristig nur falls zwingend nötig, sonst lieber für kurzfristige Einsätze, wenn's geht auch nur stundenweise. In den letzten Jahren sind Angestelltenboni praktisch jeder Art eingestellt oder reduziert worden. Vermutlich zwecks Gewinnoptimierung. Während die Zeitung in Selbstlob überschlägt, hört man Angestelltenkritik nur vertraulich.

Markus Spycher

29.06.2020|15:28 Uhr

Doch, doch, Herr Fischer: Im Business gilt noch immer 'Ehrlich währt am längsten'. Die Armen müssen sich halt in Gottes Namen ein wenig gedulden. Sing, Rudeli sing, der Tag ist lang und der Lohn gering.

Nannos Fischer

28.06.2020|15:02 Uhr

Früher war auch Gesinnung gefragt. Heute ist nur noch Geschäftssinn in. Gesinnung wird mitleidig belächelt und bestenfalls zur Imagepflege Gottliebnostalgisch ans Revers gesteckt. Auf der gleichen Schutthalde wie Gesinnung sind Charakter, Haltung und menschlicher Anstand abgelegt. Sie sind fürs Business zu und zu hinderlich. Luxus liegt einfach nicht mehr drin. Man konzentriert sich aufs Wesentliche. Im Jungsein nimmt man’s mit Jedem auf, und wenn’s um eine frohe junge Twitter-Nutzerin geht, soll’s an einem tristen alten Schokoladenmolch nicht liegen.

Meinrad Odermatt

25.06.2020|09:43 Uhr

Ich habe vor ein paar Jahren das Migros Magazin d.h. die Mitgliedschaft "abgemeldet", nachdem offensichtlich ist, dass das Magazin vom links-grünen Gender-Mainstream politisch verseucht ist. Bei COOP genauso. Im übrigen verstehe ich nicht, wieso eine "Genossenschaft" mit den Gewinn-Massstäben einer Aktiengesellschaft operiert. Wohin der Gewinn, der ja beträchtlich ist, jedes Jahr "verschwindet", bleibt ein Rätsel. Über die jährliche Gewinnverwendung hätte man gerne einen aussagekräftigeren Bericht. Die Genossenschafterumfrage, ob man den Geschäftsbericht genehmige, ist lächerlich.

Markus Dancer

25.06.2020|08:20 Uhr

"David Bosshart als Stiftungspräsident, ein promovierter PHILISOPH.." Jetzt verstehe ich das Dilemma! Es ist eine klare Führungs-Frage! Jede Sub-Genossenschaft mit ihren Kleinfürsten, tut offenbar was ihnen beliebt! Das ist der Beginn des Zerfalls, wenn nicht schnell eine starke Führung gefunden, akzeptiert u. respektiert wird!

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