Intern

Wer über Martin Böschen, Geschäftsleiter der Textilverwertungsfirma Texaid AG, schreiben will, hat rasch dessen Medienanwalt am Telefon. Böschen stehe momentan für Interviews nicht zur Verfügung, und man solle bitte seine Persönlichkeitsrechte wahren. Wir stellen den deutsch-schweizerischen Geschäftsmann vor, der 1200 Menschen beschäftigt und 100 Millionen Franken umsetzt. Der Sonntagsblick bezeichnete Böschen als «kapitalistischen Wolf in einem karitativen Schafspelz». Denn er baue zwei Häuser am «Millionenhügel» in Baar und verdiene zu viel. Steckt hinter Texaid, die zur Hälfte Böschens Mutter, zur Hälfte sechs renommierten Hilfswerken gehört, wirklich ein «waschechter Skandal»? Wohl kaum. Nur das erfolgreiche Geschäftsmodell des guten, alten Lumpensammelns. mehr

 

Seit vielen Jahren schon wird ein Ende des Kunstbooms vorausgesagt, doch die Preise von exklusiven Werken verharren auf astronomischem Niveau. Zu den wichtigsten Akteuren in dem globalen Markt gehört David Zwirner, dessen Galerie Grössen wie Jeff Koons und Neo Rauch vertritt. Im Interview erklärt der mächtige Kunsthändler, wie das Geschäft mit millionenteuren Werken funktioniert und weshalb bei ihm die meisten Geschäfte noch immer per Handschlag abgeschlossen werden. mehr

 

Eine Frau bringt fertig, was die Amerikaner in vierzig Jahren nicht geschafft haben. Sie lehrt das Mullah-Regime im Iran das Fürchten. Masih Alinejad, 42, hat mit ihrem Kampf gegen den Kopftuchzwang eine Massenbewegung losgetreten. Über das Internet steuert sie den Aufstand. Millionen folgen ihr. Urs Gehriger hat die Willenskraft der zierlichen Iranerin am eigenen Leib erfahren. Während des Interviews in ihrem Exil in Brooklyn, New York, machte sie mit ihm ein erniedrigendes Experiment. «Wir müssen die Freiheit der Männer ruinieren, damit sie uns Frauen verstehen», so Alinejad – und zwang Gehriger kurzerhand unter den Schleier. mehr

 

Der beliebteste Musikstil unter den Jugendlichen ist zurzeit der sogenannte Deutschrap, die Stars der Szene haben fast alle Migrationshintergrund. Obschon mehrere Deutschrap-Songs ganz oben in der Hitparade stehen, weigern sich fast alle Radiostationen, die Lieder mit ihren zum Teil drastischen Texten abzuspielen. Dies sei ein Fehler, meint Jugendradio-Pionier Giuseppe Scaglione in seinem Gastbeitrag. Er erklärt, worum es sich bei dem Phänomen handelt und weshalb es sich lohnt, sich mit dieser Musik auseinanderzusetzen. mehr

 

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