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Früher hiess es Propaganda, dann Public Relations, heute nennt man es einfach Werbung. Was gleich geblieben ist, ist der Wettkampf um Aufmerksamkeit. In Zeiten der individualisierten Öffentlichkeit ist es die Kunst der Werbung, die vereinzelten Wahrnehmungskanäle zu einem grossen Strom der flächendeckenden Beachtung zu vereinen. Wahrscheinlich kann das keiner besser als David Schärer, der ein kleiner Virtuose für die grossen Konzepte ist, wenn es darum geht, aus einer Werbekampagne mehr zu machen als die Lancierung eines Produktes oder eines Politikers. mehr

 

Als der französische Philosoph Alain Finkielkraut am Wochenende in Paris an einer Demonstration der Gelbwesten vorbeikam, beschimpften ihn deren Teilnehmer antisemitisch. Der Vorfall machte Schlagzeilen bis in die USA, wo die New York Times darüber berichtete. Am Montag gab eine Gruppe britischer Parlamentarier ihren Austritt aus der Labour Party bekannt; sie werfen ihrer Partei vor, Antisemitismus zu dulden. Am Dienstag rief ein israelischer Minister französische Juden zur Auswanderung auf. Was ist los in Europa? Die Weltwoche hat sich mit den Antisemitismus-Experten Michael Wolffsohn und Deborah Lipstadt unterhalten. mehr

 

Dieser Superlativ lässt aufhorchen: «Das Buch ist die revolutionärste sozialwissenschaftliche Arbeit seit Keynes», sagt Nobelpreisträger George Akerlof. Es ist Starökonom und Bestsellerautor Paul Collier, den er zum Ritter schlägt. Mit Arbeiten zu Armut und Migration hat er weltweit Furore gemacht. In seinem neusten Werk (ab Montag im Buchhandel) macht er sich auf zu seiner bisher schwierigsten Mission: der Rettung der westlichen Zivilisation. Die Zeit dränge, so Collier: «Der Kapitalismus ist moralisch bankrott und steuert geradewegs auf eine Tragödie zu.» mehr

 

Kaum ein Künstler ruft in der Schweiz stärkere Abwehrreflexe hervor als Thomas Hirschhorn. Unvergessen ist der Skandal von 2004, als er in einer Ausstellung ein Folter-Bild aus Abu Ghraib mit den Wappen der Schweizer Urkantone schmückte und in einer Performance einen Schauspieler andeutungsweise an ein Foto von Christoph Blocher pinkeln liess. Was macht der Künstler heute? Fast ein Jahr lang hat Hirschhorn Redaktor Rico Bandle hingehalten, bis er einem Besuch in seinem Atelier in Paris zustimmte. Im Januar war es dann so weit. Bandle war verblüfft: Hirschhorn beschäftigt in seinem 700 Quadratmeter grossen Atelier sechs Mitarbeiter, die seine aus Billigmaterialien bestehenden Installationen für Ausstellungen auf der ganzen Welt möglich machen. mehr

 

Ab heute wird ein neuer Rätselautor die Gehirnwindungen der Denkanstösse-Freunde herausfordern. Fritz Müller zieht sich altershalber zurück und übergibt an Andri Martinelli, einen jungen und scharfsinnigen Rätselmacher. Physik- und Mathematikstudium waren ihm nicht genug – er kann das Knobeln nicht lassen und liebt es, «um die Ecke zu denken». Natürlich macht er das anders als sein Vorgänger. Geben Sie ihm eine Chance – Sie werden sich wundern und sich wunderbar amüsieren.

 

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