Intern

Der hundertste Geburtstag des Circus Knie ist ein Grossereignis. Ein Musical, eine Ausstellung, eine Doku-Serie auf SRF und vieles mehr sind geplant. Rolf Knie blickt für die Weltwoche zurück auf eine Zeit, als im fahrenden Zoo noch fremde Völker ausgestellt wurden, Kleinwüchsige in der Manege Kunststücke zeigten und Hitler die Knies nach Berlin rief. mehr

 

Was braucht es heute, damit ein Kind ins Gymnasium kommt? In erster Linie Akademikereltern, die ihren Nachwuchs dorthin bringen wollen. Diese Meinung vertritt Elsbeth Stern, Intelligenzforscherin an der ETH Zürich. Gut ein Drittel der Gymnasiasten ist laut Stern im Gymnasium fehl am Platz, da deren Intelligenzquotient zu niedrig ist. Schlaue Arbeiter- oder Migrantenkinder dagegen, die das Zeug zur Matura hätten, begnügten sich mit einer Berufslehre. Ein Gespräch mit der Professorin, die selber aus einer Bauernfamilie stammt. mehr

 

Als die Weltwoche Vanessa Rolfini vor zwei Wochen um eine Einschätzung der Lage in ihrer Heimat Venezuela bat, winkte sie ab: «Das kann noch lange gehen.» Als Journalistin hatte sie die Diktatur von Hugo Chávez (1998–2013) und Nicolas Máduro aus der Nähe erlebt, bevor sie sich 2015 ins peruanische Exil absetzte. Seither schreibt Rolfini nur noch übers Kochen. Für die Weltwoche macht sie eine Ausnahme. In einer zweiteiligen Serie beschreibt sie, wie Militärs, Drogenhändler und Funktionäre die Demokratie in Venezuela zerstörten. mehr

 

Die Konferenz von Evian hat einen schlechten Ruf. Die Delegierten, die im Sommer 1938 am Genfersee zusammengekommen waren, um deutschen Juden Asylmöglichkeiten zu eröffnen, weigerten sich, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Ein neues Buch des Holocaust-Historikers Paul Bartrop bewertet die Konferenz positiv. Wenn man sie an ihrem Ziel messe, habe sie nicht versagt. Die US-Regierung habe mit der Zusammenkunft vor allem innenpolitische Ziele verfolgt. Die Lösung des Flüchtlingsproblems gehörte nicht dazu. mehr

 

Unsere persiflierende Darstellung der Balkan-Rapper um den Schweizer Shooting-Star Loredana aus Emmenbrücke gab zu reden. Erboste kosovarische Interessenvertreter sendeten uns aufgebrachte Zuschriften. Man fürchte, ja sei überzeugt, die Weltwoche mache mit namenlosen Vorurteilen Stimmung gegen die Albaner. Ist das so? Gemach, gemach, wir haben doch nichts gegen Albaner, im Gegenteil! Es darf an dieser Stelle erwähnt werden, dass gerade die Weltwoche immer wieder anerkennende Reportagen aus Albanien und dem Kosovo gebracht hat. Wir werden auch weiterhin über dieses erfolgreiche und in vielem heroische Volk berichten. Was uns natürlich nicht daran hindert, auch das balkanische Rap-Geschehen gelegentlich augenzwinkernd ins Visier zu nehmen.

 

Kurt Steinmann, für die Weltwoche als Experte für die Antike tätig, erhält von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung den Johann-Heinrich-Voss-Preis für Übersetzung, die im deutschsprachigen Raum wohl bedeutendste Auszeichnung für das Übersetzen literarischer Werke. Steinmanns Übertragungen von Homers «Odyssee» und «Ilias» sowie von Aischylos’ «Orestie» gelten als bahnbrechend. Wir gratulieren Steinmann zu dieser verdienten Ehrung und sind stolz darauf, einen solchen Fachmann zu unseren Autoren zählen zu dürfen.

 

Laufend verstärken wir die Weltwoche mit interessanten Stimmen. Neu ab dieser Ausgabe ist die Kolumne Herodot. Sie erscheint ab sofort monatlich. Einigen Lesern könnte Herodot aus der Basler Zeitung bekannt sein, wo er bis Ende letzten Jahres publizierte. Herodot ist eine der Redaktion bekannte Schweizer Persönlichkeit, ein Weltreisender, der seit Jahrzehnten politisch und wissenschaftlich tätig ist, u. a. für die Uno. Herodot schreibt über internationale Entwicklungen, welche die Schweiz betreffen. Sein Pseudonym erinnert an den berühmten griechischen Historiker der Antike, einen frühen kenntnisreichen und welterfahrenen Realisten.

 

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