Intern

Der neue, aufwendig inszenierte Film «Zwingli» füllt die Deutschschweizer Kinosäle und überzeugt als solide, unaufgeregte Erzählung vor allem ein älteres Publikum. Den weniger anzutreffenden Jungen ist der Plot schlicht zu langweilig. Tatsächlich vermitteln Handlung und Dialoge nur einen spärlichen Eindruck von der grundlegenden inneren und äusseren Umwälzung, die sich im Zürich der Reformationszeit abgespielt hat. Christoph Mörgeli beschreibt, inwieweit die Filmfigur der wahren Persönlichkeit des Verkünders, Machtpolitikers und Glaubenskriegers Huldrych Zwingli gerecht wird. Und weil Zwingli im früheren Leben ein arger Sünder war, befasst sich Peter Ruch mit Zwinglis Theologie der Sünde. mehr

Zum Mittagessen im Präsidentensalon des Betriebsrestaurants am Hauptsitz der Ferring Pharmaceuticals in Saint-Prex trinkt Frederik Paulsen ein Glas Milch. Er nehme täglich einen Liter davon. «Das sollten Sie auch tun!», sagt er unserem Reporter Philipp Gut. Erst nach dem Essen erklärt der Patron, was es mit dem historischen Gefäss in einer Ecke des Raums auf sich hat. Es stammt von einem mexikanischen Aztekentempel und fasst exakt das Blutvolumen eines Menschenkörpers. Paulsen ist nicht nur ein leidenschaftlicher Sammler präkolumbianischer und anderer Kunst, sondern auch Polarforscher, russischer Honorarkonsul in Lausanne und Philanthrop. In der Weltwoche spricht der Milliardär über sein abenteuerliches Leben und die Angriffe aus dem Haus Tamedia auf seine Person. mehr

In der Deutschschweiz ist der Genfer Comiczeichner Zep nur wenig bekannt. In Frankreich allerdings ist seine Figur Titeuf so populär wie Asterix. 25 Millionen Comic-Bände hat Zep bislang verkauft, damit ist er wohl der erfolgreichste Autor des Landes. Im brasilianischen Präsidentschaftswahlkampf erhielt er zudem unfreiwillig weltweite Aufmerksamkeit: Kandidat Jair Bolsonaro machte Wahlkampf mit Zeps Aufklärungs-Comic, nach der Wahl verbannte er diesen aus den Bibliotheken. Für unsere Literaturbeilage hat Jürg Altwegg Zep in dessen Genfer Anwesen besucht. mehr

Dieser Ausgabe liegt ein Sonderheft zum Motorrad- Land Schweiz bei. Keine andere Nation hat pro Kopf so viele Töfffahrer. Während das Auto für die meisten ein reines Fortbewegungsmittel ist, vermittelt das Motorrad ein Lebensgefühl, es steht für Fahrgenuss, Tempo, Freiheit. Für die Mitarbeit konnten wir ausgewiesene Fachleute gewinnen: Rennfahrer Dominique Aegerter empfiehlt die schönsten Routen in den Schweizer Bergen. Walter Wobmann, Nationalrat und Präsident der Föderation der Motorradfahrer der Schweiz, erklärt im Interview, warum die Töfffahrer Vorbilder für die Gesellschaft seien. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre – und gute Fahrt!

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Von Alex Baur

Kommentare

Markus Spycher

07.02.2019|19:47 Uhr

Zum Motorrad-Sonderheft: Schon fast offizielle Heldenverehrung wurde Luigi Taveri in der damals noch jungen DDR zu teil: Der Umstand, dass er als 'Garagenbastler' (vor seinem Vertrag 1982 mit Honda) die verwöhnten Werkfahrer-Profis der Weltmarken Moto Guzzui, Norton, MV Agusta und Ducati in den Schatten stellte und zeigte, was für einen 158 cm kleinen Zürcher möglich ist, war mehr als nur Balsam für die DNA der Ossis. So ist Taveri über 7 Ecken gesehen auch ein wenig beteiligt am Jahre später berühmt gewordenen Elchtestsieg von Trabi vs Mercedes.

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