Der talentierte Herr Jordan

Mit Minuszinsen schwächt die Schweizerische Nationalbank die Wirtschaft. Bisher lässt Thomas Jordan jegliche Kritik an sich abperlen. Ist der SNB-Chef der Urheber einer riesigen Enteignungswelle, oder macht er das Beste aus einer schwierigen Situation?

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Hans Baiker

10.12.2019|17:55 Uhr

Was die Artikel zum SNB-Gewinn geflissentlich verschweigen, ist der Umstand, dass dies grösstenteils Buchgewinne sind. Sie muss für die Gewinnausschüttung beste Aktiven versilbern wie etwa Gold, um die gierigen und skrupellosen Gewinnempfänger zu befriedigen. Die Gewinnausschüttung ist neben dem Goldverkauf eine der fundamentalen Fehlentscheidungen des letzten Jh.. Die Verpolitisierung der SNB führt eben zu den Negativzinsen. Dafür verantwortlich sind die EU-Philen der CH und nicht Jordan, weil die EU keine Kapitalverkehrskontrollen will.

Richard Müller

09.12.2019|11:13 Uhr

Zweifellos setzt die völlig marode Finanzlage der EU die SNB unter Druck. Doch die fortschreitende Enteignung der hiesigen Sparer zeugt nicht von einem Unrechtsbewusstsein gegenüber der Bevölkerung. Die SNB fährt Riesengewinne ein, die Bevölkerung massive Verluste. Wäre Herr Jordan ein Genie und rechtschaffener National-Banker, würde er für einen Ausgleich sorgen. Das scheint ihn aber nicht ernsthaft zu beschäftigen. Wer, wie ich, als unscheinbarer Bürger unter dem Radar der SNB bleibt, kann nicht darauf hoffen, wahrgenommen zu werden.

Hans Baiker

08.12.2019|15:04 Uhr

Die WW stellt auch von mir nicht alles ins Forum. Auch RK oder der Autor kann Gründe haben, die man respektieren muss. Die Negativzinsen sind wie die Energiewende oder der Klimawandel Reifetests für den Sozialismus. Unsere Kids bestehen diese problemlos. Die SVP fand es vor 20 Jahren noch amüsant, als die Linke das Bildungswesen in die Hand bekam. Der Negativzins ist ein Beweis, dass der postsowjetische Sozialismus bereits wieder am Scheitern ist. Er ermöglicht die ideologisch unumgängliche Enteignung, sanft, verdeckt, langatmig, so wie es die Frankfurter Schule lehrt.

Annemarie Reich

08.12.2019|07:31 Uhr

Schön und nützlich wäre eine Volksabstimmung: "Die SNB muss ihre Gewinne an die AHV auszahlen" oder "Wollt ihr eine Geiselhaft an den Euro?" NEIN!

Hans Baiker

06.12.2019|14:08 Uhr

Die EU ist mit der Implementierung der Negativzinsen weiter fortgeschritten als die CH. Ein Gerichtsbeschluss legt fest, dass neben dem Staat auch Hypothekarschuldner davon profitieren dürfen. Ueber das Rahmenabkommen wird auch die CH in die Bankenunion eingebunden werden. Die CH-Banken haften dann mit für die maroden Banken und indirekt für die Staatsschulden der EU. Unser Bundesbern wird schon aus Solidarität sich nicht lange zieren. Der Finanzplatz hängt nur noch an einem seidenen Faden, derweil unsere FDP-Banker seit 20 Jahren labil mit gleichzeitiger Selbstüberschätzung agieren.

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