Nervöse Sozialdemokraten

Die Verunsicherung bei den Genossen ist nach der historischen Wahlschlappe gross. Selbstkritik franst in alle Richtungen aus. Versuch einer Auslegeordnung.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Hans Georg Lips

11.12.2019|12:22 Uhr

@Marco B: Manchmal ist es das Timing, das falsch ist, manchmal ist die Situation noch nicht reif genug. Wenn ich feststelle, dass auch ein gut verdienender Mittelstand immer weiter ausgeplündert wird (C02-Steuer, KVP, Steuern, Bussen aller Art, SKOS Mafia, Asylantenverwöhnprogramme; eher gelingt es einem Auszuschaffenden ans BG zu gelangen, als einem Steuern zahlenden Normalschweizer usw. Das ganze Personenfreizügigkeitsprogramm dient dazu, den Schweizer Salärmässig zu disziplinieren. Eine Million soll zurück, denn da konnte man ja auch leben. Nur nicht so gut wie bei uns. Schweizer sind zu träge.

Marco B

09.12.2019|21:04 Uhr

@Lips: Diese Partei gibt und gab es bereits. Die Schweizer Demokraten und die Auto- bzw. Freiheitspartei. Die SVP hat es für die klügere Taktik gehalten, alles was rechts von ihr angesiedelt war und ist, 'einzugliedern'. Das Resultat sind Flügelkämpfe in der SVP, uneinheitlicher Auftritt und Alternativlosigkeit für die Wähler. Kommt hinzu, dass es auch für die Gegner angenehm ist, bei jeder EU-Vorlage zu Recht behaupten zu können, die SVP sei 'die einzige' Partei, die dagegen sei... Aber die Ende 90er hinzugewonnenen Wähler von rechts sind unterdessen wieder abgesprungen. Nun ohne Wahlheimat.

Hans Georg Lips

09.12.2019|07:49 Uhr

Wo ist die Strategie der SVP und FDP die Grünen und Roten als Einheitsbrei darzustellen und das auch kräftig zu kommunizieren. Der Blick nach Deutschland ist aufschlussreich. Mit neuen Parteien wie die Linke, die Grünen versuchten die Roten ihren Marktanteil zu erhöhen. Es ist alles dasselbe. Dass ihnen die Mitteparteien mit ihrem Schwenk nach links noch Unterstützung gaben war, dann die Folge eine AfD zu gründen. Auch in der Schweiz bräuchte es eine Partei rechts der SVP. Dann wäre die SVP für noch mehr Mittewähler wählbar.

Marco B

05.12.2019|15:30 Uhr

@Schneider. Punkt 1 und 2 passen doch wunderbar zueinander. Womit will er denn @Zieglers Raubtierkapitalismus noch zähmen, wenn er die Nationalstaaten schleifen lässt?Interessant ist, dass es in beider Gruppen Interesse liegt, den Nationalstaat abzuschaffen; sowohl der Sozialisten als auch der Raubtierkapitalisten. Nur aus völlig unterschiedlichen Motiven. Beide hoffen, sich nach getaner Arbeit der anderen Gruppe entledigen zu können.

Alex Schneider

05.12.2019|10:40 Uhr

Wermuth stand noch nie in einem fordernden Berufsleben. Sein Politwissen stammt aus Büchern. Dieses kann in Diskussionen schnell und auf Knopfdruck abgerufen werden. Der Wahlkampf ist eine gute Gelegenheit, die Theorien des Berufsrevolutionärs auf ihren Gehalt abzuklopfen. Diese haben durchaus Gehalt. Es gibt aber Punkte in seinem System, die ich nicht nachvollziehen kann: 1. Sein uneingeschränkter Internationalismus und 2. Sein Glaube, dass der Kapitalismus nicht gezähmt werden kann.

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