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Der Terror-Kalif des Islamischen Staates ist tot. Abu Bakr al-Baghdadi wurde in seinem Versteck in Nordsyrien aufgespürt. Von US-Spezialkommandos in die Enge getrieben, richtete er sich mit einer Sprengstoffweste selbst. Wie schafft man es, den gefährlichsten Terroristen der Welt auszuschalten? Amy Holmes und Urs Gehriger haben jenen Mann gefragt, der es am besten weiss: Navy-Seal-Team-6-Veteran Rob O’Neill, der Osama Bin Laden getötet hat. «Jahrelang hast du sein Gesicht, seine Handlanger, seine Frauen studiert, und dann, vor dem Showdown, ist alles ruhig. Einige Kollegen sind im Anflug sogar eingeschlafen.» mehr

 

Aktien und Immobilien eilen von Höchststand zu Höchststand, die Zinsen von Tiefststand zu Tiefststand. Man hat den Eindruck, die Finanzmärkte seien auf Drogen. Und jetzt macht für das kommende Jahr das beängstigende R-Wort die Runde: Rezession. Wie vermehrt man in dieser turbulenten Lage sein Geld? Wie behält man den Überblick? Antworten gibt das jährliche Spezial «Magie des Geldes». Mit von der Partie: Blauschild, der geheimnisumwitterte Weltwoche-Finanzkolumnist.
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Er sieht aus wie der typische Berufsjugendliche: Daniel Graf, 46 Jahre alt, linksgerichteter Netzaktivist, ist durch seine Unterschriften-Plattform Wecollect zu einer politischen Kraft in der Schweiz geworden. Rund 65 000 Adressen umfasst sein Netzwerk, das er jederzeit für Initiativen oder Referenden abrufen kann. Der «Radikaldemokrat» arbeitet darauf hin, dass die Politik nicht mehr nur eine Sache von Parteien und Verbänden mit voller Kriegskasse ist, sondern dass auch Bürgerbewegungen mitmischen können – ein Gespräch darüber, wie das Netz die Demokratie belebt. mehr

 

In eigener Sache: Wir möchten unsere geschätzte Leserschaft über die interne Überprüfung der Texte des Journalisten Claas Relotius informieren. Relotius musste Ende des letzten Jahres seinen Posten beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel räumen, weil Texte von ihm nicht in Ordnung waren. Die Ausgangslage: Die Weltwoche hat zwischen 2012 und 2016 insgesamt 25 Interviews, eine Reportage und zwei Nachrufe von Claas Relotius abgedruckt.

Fazit der Überprüfung: In zehn Fällen konnten uns die interviewten Persönlichkeiten respektive ihre Agenten/Übersetzer bestätigen, dass die Gespräche mit Relotius geführt worden waren. In zwei Fällen – Jean-Claude Trichet und Leon de Winter – haben die Interviewten selbst den Inhalt des gedruckten Gesprächs als korrekt bestätigt. (Schriftsteller und Filmemacher de Winter schrieb der Weltwoche auf Anfrage: «Ich erinnere mich an einen gutvorbereiteten Interviewer und bin komplett mit dem gedruckten Stück einverstanden. In meinem Fall leistete er, Relotius, erstklassige Arbeit.») Keine der kontaktierten Personen hat dementiert, mit Relotius gesprochen zu haben.

In einigen Fällen von Regisseuren und Schauspielern hat Relotius offenbar die Interviews in einem sogenannten Pool, das heisst zusammen mit anderen Journalisten, geführt. Er hat die Antworten auf Fragen anderer Journalisten integral in sein Interview aufgenommen. Dies ist nicht aussergewöhnlich. Zahlreiche Journalisten verfahren nach dieser Methode. Zwei Interviewte können sich nicht mehr an ein Treffen erinnern, schliessen jedoch nicht aus, dass sie mit Relotius gesprochen haben. Bei der Reportage «Feuert Obama» aus Ohio aus dem Jahr 2012 hat Relotius gegenüber der Chefredaktion der Weltwoche kürzlich auf Anfrage bestätigt, er habe Aussagen von mehreren Interviewpartnern zu Zitaten eines einzelnen Protagonisten verdichtet. Relotius versicherte hingegen, alle seine Interviews für unser Blatt seien journalistisch einwandfrei und authentisch.

Dies zu belegen, ist schwierig: Bei zahlreichen Interviewpartnern handelt es sich um internationale Filmstars, Autoren oder Regisseure (z.B. Christian Bale, Ethan Hawke, Steve McQueen, Joaquin Phoenix, Wes Anderson). In verschiedenen Fällen war es unmöglich, die prominenten Persönlichkeiten zu kontaktieren. In zwei Fällen sind die Interviewten (Bud Spencer, Maître Jacques Vergès) bereits verstorben. Etliche Jahre nach den Gesprächen war es ausserdem unmöglich, den genauen Wortlaut zu bestätigen. Eine Autorisierung der Gespräche ist im angloamerikanischen Bereich unüblich.

Der Fall ist für uns damit abgeschlossen. Sollten sich neue relevante Erkenntnisse ergeben, würden wir darüber informieren.

 

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