Intern

Der Film über den Zürcher Reformator Ulrich Zwingli ist erfolgreich in den Kinos gestartet: Bereits 40 000 Personen haben ihn gesehen. Entspricht der Film – einer der teuersten, die je in der Schweiz produziert wurden – den historischen Tatsachen? Wir haben den wohl kompetentesten Fachmann zu diesem Thema, den Theologen und Zwingli-Biografen Peter Opitz, um einen Faktencheck gebeten. mehr

Bettina Rimensberger leidet seit früher Kindheit an spinaler Muskelatrophie (SMA). Ihre Muskeln verkümmern, mittlerweile muss sie künstlich beatmet und ernährt werden. Ihr Zustand ist zunehmend prekär. Doch nun besteht Hoffnung. Ein neues Medikament könnte ihr das Leben retten. Doch: Im ersten Jahr kostet die Behandlung 600 000 Franken, danach jährlich 300 000 Franken. Die Krankenkasse will nicht bezahlen. Ihr Fall wirft Fragen auf, die uns vermehrt beschäftigen werden: Wie viel ist ein Leben wert? Wer setzt die Grenze fest? Rico Bandle hat sich an das Thema herangetastet und mit Akteuren aus allen Bereichen gesprochen, auch mit Bettina Rimensberger. mehr

 

Nach aussen gaben sich die AfD-Granden tiefenentspannt. Auf dem Neujahrsempfang der Alternative für Deutschland für die Hauptstadtpresse war der Bericht des Verfassungsschutzes über die Partei nur ein Randthema. Anlass zur Sorge gibt es gleichwohl, vertieft das Gutachten doch die Spaltung der AfD. Immerhin schien sich das Bundesamt für Verfassungsschutz seiner Geheimhaltungspflicht zu entsinnen, die man durch die Weiterleitung des Berichtes an die Presse vernachlässigt hatte. Als die Weltwoche Fragen an die Behörde richtete, hüllte sich diese in Schweigen. mehr

 

Zwischenstand der Aufarbeitung im Fall Relotius: Wie berichtet, hat die Weltwoche zwischen 2012 und 2016 insgesamt 25 Interviews, eine Reportage sowie zwei Nachrufe von Claas Relotius abgedruckt. Der preisgekrönte und schon damals für internationale renommierte Medien tätige freie Journalist hat kurz vor Weihnachten Fälschungen im deutschen Magazin Der Spiegel zugegeben. Die Prüfung der in der Weltwoche erschienenen Artikel hat bisher Folgendes ergeben: In acht Fällen konnten uns die interviewten Persönlichkeiten respektive ihre Agenten bestätigen, dass die Gespräche mit Relotius geführt worden waren. In zwei Fällen – Jean-Claude Trichet und Leon de Winter – ist es gelungen, auch den Inhalt des gedruckten Gesprächs als korrekt bestätigen zu lassen. Schriftsteller und Filmemacher de Winter äusserte sich wie folgt: «Ich erinnere mich an einen gutvorbereiteten Interviewer und bin komplett mit dem gedruckten Stück einverstanden. In meinem Fall leistete er [Relotius, die Red.] erstklassige Arbeit.»

Bisher hat keine der kontaktierten Personen dementiert, mit Relotius gesprochen zu haben. Zwei Autoren können sich nicht mehr an ein Treffen erinnern, schliessen jedoch nicht aus, dass sie Relotius gesprochen haben. Relotius selbst hat sich trotz wiederholter Kontaktversuche nicht bei uns gemeldet. Die Nachprüfung gestaltet sich in vielen Fällen schwierig. Jahre nach den Gesprächen ist es oft unmöglich, den genauen Wortlaut zu bestätigen. Bei zahlreichen Interviewpartnern handelt es sich um internationale Filmstars, Autoren oder Regisseure. Eine Autorisierung der Gespräche ist im angloamerikanischen Bereich unüblich. Dessen ungeachtet setzt die Weltwoche ihre Untersuchung konzentriert fort. Sobald uns neue Erkenntnisse vorliegen, werden wir unsere Leserschaft darüber informieren.

 

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