China gestern und heute

Der atemberaubende Wandel des Landes schlägt sich nicht nur in Zahlen und Statistiken nieder. Er zeigt sich auf eindrücklichste Art und Weise im täglichen Strassen- und Landschaftsbild.

Viele Schwellenland-Städte rund um den Globus haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm entwickelt, und die oft glitzernden Metropolen haben kaum mehr etwas gemeinsam mit den Siedlungen der Vergangenheit. Doch nirgendwo auf der Welt waren die Veränderungen so drastisch wie in China, und nirgendwo lief die Entwicklung schneller ab.

Die wunderschöne und bergige Karstlandschaft bei Guanling in der Provinz Guizhou wird von der mehr als 2200 Meter langen Bailnghe-Hängebrücke durchtrennt. Diese Tatsache ist in Sachen Landschaftsschutz vielleicht zweifelhaft, den Bauern der einst sehr armen Region jedoch bringt sie viele Vorteile und Zugang zu neuen Absatzmärkten. Xujiahui in Schanghai war in den fünfziger Jahren ein verschlafenes Plätzchen mit einer Strassenbahn, die um ein Blumenbeet fuhr – heute ist das Stadtviertel nur eine weitere der unzähligen von Hochhäusern und Luxushotels gesäumten Strassenkreuzungen.

Viele der traditionellen Hutongs in Peking – einfache Wohnhäuser mit dachlosem Innenhof an meist engen Gassen – haben zu vibrierenden Einkaufs- und Vergnügungsstrassen mutiert. Wurden die Hutongs vor wenigen Jahren noch grossflächig plattgewalzt und durch mehrstöckige Wohnhäuser ersetzt, werden sie heute sorgfältig restauriert und ziehen Chinesen und Touristen aus aller Welt in Scharen an.

Besonders eindrücklich sichtbar ist der wirtschaftliche Aufschwung Chinas auch am Hafen in Guangzhou (Kanton) im Süden Chinas. Guangzhou ist nach Schanghai, Ningbo und Shenzhen zwar nur der viertgrösste Hafen in China, aber der am schnellsten wachsende. 2018 stand Guangzhou mit einem Containerumschlag von 22 Millionen Einheiten weltweit auf Platz fünf. (ete)

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