27 Millionen Tote

Noch immer wird versucht, einen Teil der Schuld für den Zweiten Weltkrieg auf die Sowjetunion abzuschieben.Tatsache ist: Weil der Westen im Umgang mit Hitler versagte, musste Stalin einen Pakt mit den Deutschen schliessen. So verschaffte er sich Zeit, die Nazis zu schlagen. Der Preis war gewaltig.

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Kommentare

Paul Reichmann

16.09.2019|20:19 Uhr

Zu Stalins Motiven für Liquidierungen "ausländerfreundlicher" Offiziere sowie innerhalb der NKVD (Geheimpolizei) - in letzterer Organisation befanden sich Russen zuvor nur in der Minderheit - schrieb 1941 Joseph E. Davies, der zuvor USA Botschafter in der UDSSR war: "Es gab keine 5. Kolonne in Russland 1941 - sie waren alle erschossen. Die Säuberung hat das Land gereinigt & vom Verrat befreit. The Achse der 5. Kolonne in der Sowjet Union war zerschlagen". Zeitgenossen können wohl nicht verstehen, dass Stalin gegenüber der einmarschierenden Wehrmacht so wenig Willkommenskultur zeigte.

Hans Baiker

15.09.2019|14:29 Uhr

Die Sowjetunion und Deutschland betrieben geheime militärische Entwicklungen im beiderseitigen Interesse. Ich vermisse im Artikel diesen Hinweis und Stalins Motiv für die Liquidierung der "deutsch-freundlichen" Offiziere ab 1937. Riemanns Bewunderung für Väterchen Stalin hat ihn zu einigen! Auslassungen bewogen.

Paul Reichmann

13.09.2019|08:39 Uhr

..."die Tatsache, daß Millionen Bauern verhungerten" & zuvor im Jahr 1919 Tausende deutscher Kinder, ist der westlichen Politik der sogenannten "Hungerblockaden" geschuldet. Der 1925 verhängte Gold Standard Act der Bank von England untersagte die Annahme von Goldrubel und zwang Stalin mit Naturalien, wie z.B. Weizen oder Öl die überlebensnotwendige Industrialisierung Russland bezahlen zu müssen. Wieder hatte sich die westliche Wertegemeinschaft bzgl. Russland verrechnet: Ohne den Strategen Stalin wäre Russland vom Westen zerschlagen worden und würde heute aus vielen kleinen "Libyen" bestehen.

Paul Reichmann

12.09.2019|20:23 Uhr

Lobenswert, dass die WW 2019 beginnt den Propagandamärchen westlicher Staatshistoriker Analysen russischer Analytiker entgegenzusetzen. Das strategische Genie Stalins vermochte 2x der Zerschlagung Russlands den Riegel vorzuschieben: Zuerst nach dem 1. Weltkrieg in den 20er-Jahren als Stalin Trotzky dorthin zurückjagte, woher er gekommen war und dann 1941 als der 2. Mann des Deutschen Reiches es vorzog nach Großbritannien zu übersiedeln, um gemeinsam mit germanophilen Lordschaften den Zusammenbruch Russlands zu abzuwarten. Surprise, surprise - heute erwarten wir nur den Niedergang des Westens.

Marco B

12.09.2019|18:50 Uhr

@Brechbühl. Stalin war natürlich ein Verbrecher, aber ein von aussen durch einen "regimechange" installierter. Man verliert nirgends ein Wort darüber, dass die Russen weder an einer Oktoberrevolution, noch an der Installation des Sowjet interessiert waren. Im Gegensatz zum Westen hatten die Russen keine Wahl - ihr Kaiser wurde gemeuchelt. Die Enteignungen Russischer Landbesitzer sind genauso selten ein Thema, wie die Tatsache, dass Millionen Bauern verhungerten, weil Stalins Beamte die gesamten Ernten einkassierten.

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