Dünne Swissness-Kulissen

Einst stabilisierte sich am Schwing-Wettkampf die mentale Autarkie der Schweiz. Inzwischen ist das sportliche Aussenseiterspektakel zur Massenbelustigung geworden. Wo Tradition und Eigenständigkeit gefeiert werden, ist Beliebigkeit, Geschäft und Zeitgeist drin.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Heinz Bohli

15.08.2019|21:48 Uhr

Die Frage ist ob das Schwingen mit dem ESAF auch die Seele verkauft hat. Was aber Schwingen wohltuend von anderen Sportanlässen unterscheidet ist die Fairness der Schwinger wie auch des Publikums. Wer echtes Schwing erleben will geht an ein nicht im TV übertragenes Fest.

Hans Baiker

15.08.2019|15:14 Uhr

Seit sich der Mainstream am Eidgenössischen anbiedert, mit den traditionellen Vornamen der Schwinger keine Mühe bekundet, ist es eben nur noch eine Frage der Zeit bis das Schwingfest verwässert und schliesslich lächerlich gemacht werden wird. Die Schützenfeste haben das schon hinter sich. Die Funktionäre sind dem vielseitigen Druck nicht gewachsen.

Markus Dancer

15.08.2019|01:57 Uhr

Das eidgenössische ist zur Touristenattraktion verkommen, Politiker schnorren mit u. lassen sich "besonnen", wie gesagt die Cüpli Szene verunstaltet die Zuschauerränge, Industrie und Grosskapital schnorren ebenfalls kräftig mit, usw. LASST ES BEI DEN KLEINEREN LOKALEN SCHWING UND ALPFESTEN NICHT SO WEIT KOMMEN!

Marco B

14.08.2019|22:45 Uhr

"Forderung der Pariser OECD fotokopiert" ... und sich von PWC, KPMG & Consorten die Steuergesetze diktieren liess (wie z. B. die Patentbox). Der Schweizer des 21. Jhdt. liebt es, verarscht zu werden. Er hat sich längst daran gewöhnt und gibt den Politikern nur deshalb bei jeder Wahl und bei jeder Abstimmung das Vertrauen, um sich danach im Verdacht bestätigt zu sehen. Die Bevölkerung ist in einer Art Wohlstandsneurose gefangen. Im Gegensatz dazu könnten die Schwinger ihr Problem lösen und nicht mehr an den gesponserten, zu Jahrmärkten verkommenen Veranstaltungen antreten.

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