Intern

Im Zusammenhang mit der Enthauptung zweier skandinavischer Camperinnen durch Islamisten bei Marrakesch hat die marokkanische Polizei auch zwei Schweizer festgenommen. Die beiden jungen Männer, die sich 2015 in einer Genfer Moschee kennengelernt hatten und schon seit geraumer Zeit unter Beobachtung der Nachrichtendienste stehen, waren nicht direkt involviert, sie sollen aber Kontakte zu den Terroristen gepflegt haben. Alex Baur liess sich in Rabat v die Hintergründe der Ermittlungen schildern und er sprach im famosen «Café Argana» in Marrakesch, das 2011 Schauplatz eines Bombenanschlags war, mit der Ehefrau des verhafteten Kevin Z. Die Recherchen geben einen verstörenden Einblick in die Dschihadistenszene. mehr

Jacline Mouraud, die «Jeanne d’Arc der gilets jaunes», war erstaunt über die Anfrage aus der Schweiz: Pariser Journalisten kämen nicht bis in ihr Dorf Bohal in der Bretagne. Bereitwillig erzählte die Mutter dreier Kinder Jürg Altwegg aus ihrem Alltag und schilderte, wie es zur Gründung der Bewegung kam. mehr

Auch die Schweiz bekommt die Folgen der Staatskrise in Washington zu spüren. Mit Trump fehlt der prominenteste Gast am WEF. Geplant war ein Treffen zum Thema Freihandelsabkommen. Urs Gehriger und Philipp Gut haben dazu den Schweizer Botschafter Martin Dahinden in Washington befragt. Unser Mann in Amerika erklärt, wie er die Schweizer Lobby ausgebaut hat, wie man mit der Trump-Regierung ins Gespräch kommt und was er über die Arbeit der US-Korrespondenten hält: «Wenn ich mir die Berichterstattung ansehe, habe ich oft das Gefühl, ich müsse in einem ‹Simpsons›-Comic leben.» mehr

Die Washingtoner Verwaltung erlebt die längste Stilllegung der US-Geschichte. Grund für den Shutdown ist der Streit um die Mauer an der Grenze zu Mexiko. Politikberater und Professor Ford O’Connell erklärt, warum der US-Präsident richtigliegt. mehr

Sie gehört zu den auffälligsten Humoristinnen der Schweiz: Patti Basler liefert jeweils nach den «Arena»-Politdiskussionen eine satirische Zusammenfassung, letztes Jahr wurde sie mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet, dem «Kabarett-Oscar». Ihr Markenzeichen ist ihr griesgrämiger Blick, lachen sieht man sie bei Auftritten nie. Dafür muss sich die Wortakrobatin nicht einmal verstellen: Auch hinter den Kulissen ist die Fricktaler Bauerntochter eine ziemlich widerborstige Gestalt. mehr

 

Auflösung: Zu reden gegeben hat unsere Persiflage «Fake News» in der ersten Ausgabe des neuen Jahrs. Die einspaltige Kolumne war ein fiktiver offener Brief des Textfälschers Tom Kummer an den Textfälscher Claas Relotius. Nicht alle Leser freilich nahmen den Rubrikentitel «Fake News» wörtlich. Einige glaubten tatsächlich, Kummer habe den Text verfasst. Hiermit bestätigen wir: Nicht Tom Kummer, sondern unser Redaktor Michael Bahnerth war der Autor der erfundenen Beichte von Erfinder zu Erfinder. Bei allen, die wir in die Irre geführt haben, entschuldigen wir uns. «Achtung, Satire» wird es fortan über solchen Texten heissen.

In eigener Sache: Die Weltwoche verstärkt sich weiter. Ab dieser Ausgabe schreibt Eugen Sorg monatlich seine Kolumne «Eine Frage der Moral», die zuvor in der Basler Zeitung erschienen ist. Sorg ist für Weltwoche-Leser kein Unbekannter. Er arbeitete jahrelang im Auslandressort und schrieb Kriegsreportagen, die zu Klassikern des Genres geworden sind. Sorg ist nicht nur ein glänzender Reporter, sondern auch ein preisgekrönter Essayist, schonungslos in der Analyse, elegant im Stil. Wir heissen den Kollegen herzlich willkommen.

Ihre Weltwoche

Kommentare

Markus Spycher

19.01.2019|09:13 Uhr

Man darf hoffentlich annehmen, dass Herr Redaktor Bahnerth das Honorar für die Persiflage pflichtschuldigst an Herrn Kummer weitergeleitet hat. Alles andere wäre unter dem Niveau dieses Blattes.

Markus Spycher

17.01.2019|09:21 Uhr

>> "Fake News": Sie brauchen nicht um Entschuldigung zu bitten, liebe WeWo-Leute. Auf eine mehr oder weniger komm's nicht draufan. Ein Grund für das Uebersehen einer Besonderheit ist gelegentlich das Gewohntsein an das Besondere.

Die News des Tages aus anderer Sicht.

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