Eine Bombe tickt

Von der Notintervention zum Dauerzustand: Die Abschöpfung von Negativzinsen ist die grösste Umverteilungsmaschine, die nicht demokratisch legitimiert ist.

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Kommentare

Jean Ackermann

19.07.2019|22:57 Uhr

@H. G. Lips: Sie haben vergessen den Vergleich mit den seriösesten Währungen der Welt, neben dem Franken zu machen! Schweiz noch 95%? USA noch 4,5-mal weniger, England 10-mal weniger, auf deutsch gesagt 10 000 Franken von damals (ein Hauspreis) sind heute noch eine Flasche Wein in einer nicht so teuren Beiz. Und jetzt will man uns noch ganz enteignen mit dem Rahmenabkommen, nicht mal eine Flasche Wein gönnt man uns noch.

Jean Ackermann

19.07.2019|22:36 Uhr

8,4 Milliarden? Die Rechnung ist völlig falsch! Allein den Pensionskassen mit 900 Milliarden Ersparnissen entgehen jedes Jahr mindesten 3%, sind 27 Milliarden! Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Allen! Ersparnissen in der Schweiz ergeht es genau gleich, insgesamt ca. 70 bis 80 Milliarden! Wer sind die Profiteure: Die Wirtschaft und die gigantische Immobilienbranche die sich nach Vermutungen der NZZ 19.7.2019 auf Negativ-Hypothekarzinsen einstellen kann. Das grösste Geschäft aller Zeiten, und das auf Kosten aller Sparer. Und wer ist der Schuldige, die Nationalbanken im Dienst der Wirtschaft.

Richard Müller

19.07.2019|08:57 Uhr

Die sinnlos überschuldeten Staaten sind die Hauptursache für dieses Fiasko. Sie können die Schuldzinsen nicht mehr bezahlen und deshalb haben die staatsnahen Notenbanken die Null- und Negativzinsen eingeführt. Die Verschuldung kann munter weitergehen, es kostet nichts oder bringt sogar Einnahmen. Die SNB kann nicht ohne weiteres eine ganz andere Geldpolitik betreiben, doch Thomas Jordan übertreibt eindeutig. Und die langfristigen Konsequenzen dürften verheerend sein. Schulden zu machen wird belohnt, Sparen mit schleichender Enteignung bestraft. Das ist völlig krank!

Hans Baiker

18.07.2019|15:22 Uhr

Wenn es um höhere Ziele geht, interessieren die Widerwärtigkeiten des Alltags nicht. Der EU-Beitritt ist das wahre Motiv für die Negativzinsen. Während die Linke souverän und konsequent die Ueberwindung des Kapitalismus verfolgt, mit asynchroner Methodik teilweise bereits in der Phase der Diktatur des Proletariats ankommen ist, verstehen die rechten Mitläufer ihre Situation gar nicht. EWS hat die Weichen gestellt. Jordan ist so zu einem Befehlsempfänger der EZB geworden. Die N-Zinsen werden ausgeweitet, andererseits müssen sie EU-konform auch an die Schuldner weitergegeben werden. Halleluja!

Hans Georg Lips

18.07.2019|12:06 Uhr

Ihr Junge werdet staunen, wie entwertet Eure Finanzanlagen sein werden in 40 Jahren. Der Schweizer Franken hat sich zwischen 1935 und 2000 um 95% entwertet bzw. an Kaufkraft eingebüsst. Das heisst, dass man, verglichen mit heute, in 40 Jahren etwa 40-mal mehr verdienen muss, um mitziehen zu können. Wer heute 100K pro Jahr verdient, muss dann 4 Millionen verdienen. In der Vergangenheit war das so und es gibt kein Grund, weshalb das bei Nullzinsen nicht noch schlimmer sein sollte. Tatsachenbeispiel: Ein Haus, das 1935 30'000 kostete, wurde um das Jahr 2000 für fast eine Million verkauft. 10km vor Zürich.

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