Intern

Bei unserem Treffen unweit von Salzburg trank er Red Bull, das neue österreichische Nationalgetränk. Aber auch ohne Energydrink sprüht Herbert Kickl nur so vor Tatendrang. Er habe noch einiges vor, verrät der scharfzüngige FPÖ-Politiker, der bis zur Ibiza-Affäre und zum Zusammenbruch der schwarz-blauen Koalition als Innenminister mit revolutionären Ideen Furore machte. Es bleibe sein Ziel, die österreichische und die europäische Asylpolitik vom Kopf auf die Füsse zu stellen. Wie er das bewerkstelligen will, erzählt der Arbeitersohn, Philosoph und Hegel-Bewunderer im grossen Interview mit Philipp Gut. Unser Reporter war beeindruckt: Er habe selten einen so klaren und sachorientierten No-Bullshit-Politiker gesehen, meldete er nach dem Gespräch an die Redaktion. mehr

 

Die Weltwoche empfängt gelegentlich Schüler mit ihren Lehrern auf der Redaktion. Dabei ergeben sich stets spannende Debatten. In den letzten Monaten ging es immer um das eine: das Klima. In ihrer freiheitlichen Tradition hat sich die Weltwoche auch bei diesem Reizthema nie gescheut, unbequemen Thesen und Autoren jenseits der gängigen Slogans ein Forum zu bieten. Unsere jungen Gäste nahmen die Herausforderung zur Debatte ohne Ausnahme mit erfrischendem Elan an. So haben wir uns entschlossen, das beiliegende Sonderheft der Jugend zu widmen: «Klimawandel für die Schule». Selbstverständlich ist das Heft mit Top-Autoren aus aller Welt auch für Erwachsene geeignet und kann bei Bedarf hier kostenlos nachbestellt werden: verlag@weltwoche.ch

 

Kurz vor Redaktionsschluss erreicht uns die Meldung, dass Lukas Bärfuss den Georg-Büchner-Preis erhält, die wichtigste Literaturauszeichnung im deutschsprachigen Raum. Herzliche Gratulation! Selbst wenn man seine Meinung oft nicht teilt, so muss man sagen: Bärfuss nimmt die wichtigen Themen unserer Zeit auf, mit ihm kann man sich streiten, über ihn kann man sich ärgern – solche Leute tun dem demokratischen Diskurs gut. Vor ihm haben nur drei Schweizer den Preis erhalten, Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Adolf Muschg. Zu Gottfried Kellers Zeiten gab es diese Auszeichnung noch nicht, sonst hätte er sie womöglich auch erhalten. Der grosse Schweizer Autor wäre in diesen Tagen 200 Jahre alt geworden. In unserem Literatur-Schwerpunkt schreibt Schriftsteller Thomas Hürlimann – auch er ein würdiger Anwärter auf den Büchner-Preis – was Keller für ihn so einzigartig macht. mehr

 

Im aargauischen Möriken-Wildegg prügelt ein Realschüler eine 62-jährige Lehrerin spitalreif, weil sie kontrollieren will, ob er ein Messer mitführt. Die Aargauer Zeitung machte den Fall per Kurzmeldung publik, Blick und 20 Minuten kopierten diese. Redaktor Alex Baur wollte es genauer wissen. Wie seine Recherchen zeigen, handelt es sich beim Täter um einen 14-jährigen Syrer, der aus religiösen Motiven die halbe Schule terrorisierte. Nur ein Einzelfall? Um das zu beurteilen, muss man erst wissen, was überhaupt passiert ist. Verdrängen und beschönigen hilft nicht weiter. mehr

 

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Kommentare

Inge Vetsch

18.07.2019|07:07 Uhr

@ Juerg von Burg: Prima Kommentar - genau so sehe ich das auch. Das Sonderheft ist allerdings schon ziemlich gut. Am besten wohl der letzte Beitrag von Kachelmann, da mit dem nötigen Humor und der für das Thema bestens passenden, abschätzig-coolen Ironie getextet. Bravo, Kachelmann!

Hans Georg Lips

12.07.2019|14:06 Uhr

Ich lese ihn nicht. Das Auffälligste an ihm ist das gepflegt zerknitterte Gesicht. Das muss man erst mal hinkriegen.

Juerg von Burg

12.07.2019|10:10 Uhr

Zum Sonderheft Klima in der Schule. Für mich generell zu seicht (da wo nicht naturwissenschaftlich). Gut, leider vielleicht notwendig. Ich weiss nicht, wie es anderen Lesern ergeht, langsam habe ich genug von diesem Thema, es ist alles schon mehrfach gesagt und ich zweifle, ob man mit Fakten Gläubige zur Vernunft bringt. Meine Erfahrung ist die: es ist sinnlos mit einem religiös Gläubigen die Gottesfrage zu diskutieren, weil die Gläubigen nicht nur glauben sondern eben auch wissen. So ein Gläubiger sagte mir letzthin: alle Menschen brauchen Gott. Mit alle meinte er 100%. Diskussion Ende!

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