Die Vorfahrt

In Bad Ragaz eröffnet ein vielbeachtetes Restaurant. Ein guter Grund für eine Reise im Mercedes-AMG GT C Roadster.

Zu den prestigeträchtigsten Sportwagen gehört die GT-Serie von Mercedes-AMG. Die Zweisitzer sind kompromisslos genug, damit sie eine unwiderstehliche Aura des Aussergewöhnlichen umgibt. Sie bewegen sich dabei qualitativ und leistungsmässig auf einem so hohen Niveau, dass auch der sportliche Einstandspreis akzeptiert wird. Und drittens und vor allem sind sie sehr schön zu fahren.

Letzte Woche war ich eingeladen zu der Voreröffnung des Restaurants «Memories» des Spitzenkochs Sven Wassmer im «Grand Resort Bad Ragaz». Wassmer, selber Mercedes-Fahrer, hat eine faszinierende alpine Küche entwickelt (siehe Seite 64), bei der insbesondere die Suche nach dem besten Produkt eine wichtige Rolle spielt. «Es ist ein Stück weit vergleichbar mit einem Auto, bei dem nur die besten Einzelteile gut genug sind», sagt er. Bei Mercedes haben sie diese Philosophie auf eine einprägsame Zeile verdichtet: «Das Beste oder nichts».

Für die Fahrt nach Bad Ragaz und ein paar andere Fahrten mehr stand mir der AMG GT C zur Verfügung – in der Roadster-Variante, die eine ausgezeichnete Balance zwischen vergnüglichem Cruisen und ambitionierter Dynamik hält. Mit dem GT C lässt es sich wunderbar und entspannt über Land kurven, und auch wenn fast alles an diesem Auto danach ruft, es so schnell wie möglich anzugehen, fuhr ich gerne einfach so schnell wie nötig.

Das Cockpit ist eine faszinierende, hochtechnisierte Kulisse aus Bildschirmen und Tasten, die eigentliche Mini-Bildschirme sind. So gibt es Schalter am Lenkrad, die auf Knopfdruck ihr Aussehen verändern und andere Funktionen abrufbar machen: das Öffnen der Klappen der Sportabgasanlage etwa oder das Umschalten von automatischer auf manuelle Schaltung. Das ist schon nach kurzer Zeit intuitiv nutzbar, Ingenieure und Gestalter scheinen sich hier recht gut verstanden zu haben.

Zum brummelnden, grollenden, aber nie unangenehm vorlauten Sound des V8 mit vier Litern Hubraum, Doppelturbo und immerhin 557 PS durch das Prättigau und dem Walensee entlang zu reisen, schien mir in diesem Moment alternativlos zu sein, wie man heute so schön sagt. Und um zwischen komfortablem Vorankommen und sportlicher Gangart zu wechseln, genügt ein Dreh an einem der erwähnten Bildschirmschalter am Lenkrad. Schon im Modus «Sport+» wird aus dem sportlich-komfortablen GT C ein Auto mit einer ziemlich dynamischen Grundaggressivität. Es gibt dann noch ein Fahrprogramm namens «Race», aber für alles gibt es die richtige Zeit.

Sobald ich das Ortsschild von Bad Ragaz passiert hatte, schaltete ich zurück in den entspannten Modus «C» wie «Comfort». Der Voiturier, dem ich bald darauf den Schlüssel für den GT C übergab, schien sich aufrichtig auf die 400-Meter-Fahrt zu freuen, die er wohl von der Hotelvorfahrt bis in die Tiefgarage vor sich hatte. Völlig zu Recht, in diesem Mercedes-AMG lohnt sich jeder Meter.

 

Mercedes-AMG GT C Roadster
Leistung: 557 PS /410 kW; Hubraum: 3982 ccm
Max. Drehmoment: 680 Nm (bei 2100 bis 5500 U/min)
Beschleunigung 0–100 km/h: 3,7 sec
Verbrauch: 12,4 l/100 kmHöchstgeschwindigkeit: 317 km/h
Preis: ab Fr. 206 600.–
 

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