Abschied von den Praktikern

Die Fachhochschulen haben einen unbändigen Wachstumstrieb, alle wollen hohe Studentenzahlen. Dabei kommen ihre wirklichen Kunden, die Abnehmer von Fachkräften, zu kurz. Das ganze System ist zunehmend schwächer in der Arbeitswelt verankert.

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Kommentare

Jürg Brechbühl

08.07.2019|13:39 Uhr

@Jürgen Althoff, Danke für die Erklärung. Ich bin nicht sicher, ob das auf die Uni zutrifft. Die Akkreditierung der Universitäten ist im Hochschulförderungsgesetz vorgeschrieben. Ohne Akkreditierung bekommt die Uni Bern keine Subventionen vom Bund und nur darum betreibt sie ein Qualitätssicherungssystem. Die Frage ist, ob der Bund minimale Qualitätsstandards setzt und die Subventionen davon abhängig macht. Meine entsprechende Anfrage beim zuständigen Bundesamt endete in nichts-sagendem Geschwafel von einer Westschweizer Beamtin, die sich meinen knappen, präzisen Fragen gegenüber dumm stellte.

Markus Spycher

08.07.2019|11:30 Uhr

Nein, von Burg, die Linken glauben nicht, dass alle genau gleich begabt sind. Aber sie wissen, dass es sich unser Land nicht mehr länger leisten kann, schmarotzendes Bildungsbürgertum durchzufüttern. Gerade die Begabtesten kommen oft (natürlich nicht immer) von ganz unten. Eine Berufslehre mit anschliessender Fortbildung bildet heute beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben.

Juerg von Burg

05.07.2019|11:48 Uhr

Bildung ist komplett in der Hand von Links-Ideologen (kann dazu meinen Blog empfehlen (http://blog.jvbc.ch/allgemein/bildung-muss-sich-fundamental-aendern/). Links-Ideologen glauben, dass der Mensch als quasi leeres Blatt Papier auf die Welt kommt, alle sind genau gleich begabt, man muss es nur "richtig" fördern. Die FH reflektieren diesen Trugschluss dahingehend, dass man glaubt, dass jeder das Zeug zum Wissenschaftler (die Zahlen steigen ja überall: Mittelschule, UNI und FH) hat und dabei sinkt natürlicherweise das Niveau und sogenannte QM ist doch ein wunderschönes Deckmänteli!

Jürgen Althoff

05.07.2019|02:10 Uhr

Herr Brechbühl: QM-Systeme dienen dazu, sicher zu stellen, dass die selbstgesetzten (!) Qualitätsziele reproduzierbar und dokumentiert erreicht werden. Wenn mein Ziel ist, reproduzierbar Autos in Lada-Qualität zu produzieren, und die Auditoren sind überzeugt, dass mein QM-System dazu geeignet ist, dann wird es zertifiziert. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, zu glauben (oder glauben zu machen), dass ein zertifiziertes QM-System auf ein qualitativ hoch stehendes Produkt schliessen lässt. Das kann, muss aber nicht so sein.

Jürg Brechbühl

04.07.2019|10:29 Uhr

Ich habe diese "Qualitätssicherungen" nach Hochschulförderungsgesetz an der Uni Bern und der ETH gesehen. Sie sind eine reine Farce. An der Uni Bern war die Ausbildung in Ökologie und Evolution und auch bei den Zellbiologen so unter allem Hund, dass die Absolventen praktisch ohne Chancen sind auf dem Arbeitsmarkt. Antwort der Qualitätssicherungstelle der Uni Bern auf meine schriftliche Anfrage: Zweck der Qualitätssicherung ist es, nach einem reproduzierbaren Verfahren Masszahlen für die Akkreditierungsstelle zu liefern. Ob die Studenten etwas lernen, hat damit keinen Zusammenhang.

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