Intern

Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch leitet die Sondierungen mit den USA über ein Freihandelsabkommen. In ihren sieben Jahren an der Spitze des Staatssekretariats für Wirtschaft hat sie für die Schweiz schon manches herausgeholt. So begleitete sie die Freihandelsabkommen mit China und Indonesien ins Ziel. Mit einer Beharrlichkeit und Zuverlässigkeit, die an ihr Auto erinnert – einen über zwanzigjährigen Porsche –, treibt sie die handelspolitische Agenda der Schweiz voran. Redaktor Florian Schwab hat die Staatssekretärin getroffen und mit ihr über ihr Treffen mit US-Präsident Donald Trump und die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Chef Guy Parmelin (SVP) gesprochen. mehr

 

Seit dem Frauenstreik Mitte Juni scheint kein Halten mehr, bürgerliche Positionen fallen wie Dominosteine. So ist der Ständerat nicht nur bei den Frauenquoten für Chefpositionen eingeknickt, er hat sich in der Sommersession auch dafür ausgesprochen, für frischgebackene Väter einen von der Allgemeinheit bezahlten zweiwöchigen Urlaub einzuführen. Die Befürworter, die mit blau weissen Baby-Tüchlein um den Hals die Debatte auf der Besuchertribüne verfolgten, waren zufrieden. Bei zwei Wochen staatlich verordneter Papi-Zeit wird es kaum bleiben: Das eigentliche Ziel ist ein mehrmonatiger Elternurlaub, der die Väter zu guten Familienmitgliedern erziehen soll. mehr

 

Der Klimawandel beschert der FDP stürmische Tage. Am Wochenende verabschiedeten die Delegierten ein Positionspapier, das Lenkungsabgaben auf Treibstoffe und Flugtickets vorsieht – und die Schweiz auf ein CO2-Ausstoss-Ziel von netto null bis 2050 verpflichten will. Am Montag gab Christian Wasserfallen, ein Kritiker des neuen Kurses, seinen Rücktritt als Partei-Vize bekannt. Einen direkten Zusammenhang mit dem Klimapapier verneinte er, aber noch an der Delegiertenversammlung hatte er aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht. Die Lenkungsabgabe auf Treibstoffe nannte er «hochgradig asozial», weil sie die Landbevölkerung benachteilige. Tatsächlich schielt die FDP auf Wähler in den Städten – und kommt so den Grünliberalen ins Gehege. Was tun? Genau besehen, trennt die beiden Parteien kaum mehr etwas. mehr

 

Weder Kim noch Chomeini oder Putin rauben den Amerikanern den Schlaf. Die illegale Immigration toppt das Sorgenbarometer, wie die neuste Gallup-Umfrage belegt. Während sich Politiker in Washington streiten, strömen Migranten in Rekordzahl in die USA. Auslandchef Urs Gehriger hat sich in McAllen, dem Haupteinfallstor am südlichsten Zipfel von Texas, ein Bild gemacht. Am Rio Grande hat er Glücksritter, verzweifelte Grenzwächter getroffen und – Kongolesen. Sie sind die Vorhut einer neuen Einwanderungswelle. Die Afrikaner erzählen von einer unglaublichen Reise über Ecuador durch Dschungel und Todeszonen. Wer zahlt den Ärmsten dieser Welt die Reise, wer führt sie ins gelobte Land? Gehrigers Recherchen stiessen in den USA auf grosses Interesse und gipfelten in einem Auftritt im Hauptstadtstudio von Fox TV. mehr

 

Kolumbien ist in Europa wegen seiner brutalen Narcos und Guerilleros bekannt. Tatsache ist aber auch: Nach Chile ist Kolumbien wirtschaftlich wie politisch das stabilste Land Südamerikas mit einer langen demokratischen Tradition. Die Stadt Vélez etwa führte 1853 das Frauenstimmrecht auf kommunaler Ebene ein. Wie lassen sich solche Widersprüche erklären? Iván Duque, der Staatspräsident von Kolumbien, versucht im Gespräch mit Alex Baur das Rätsel zu lösen. Im Exklusiv-Interview mit der Weltwoche nimmt Duque auch zu aktuellen Fragen Stellung: die Massenflucht aus dem benachbarten Venezuela, sein Verhältnis zu den Amtskollegen Trump und Bolsonaro, der brüchige Frieden mit den Farc-Guerillas und nicht zuletzt die Bedeutung der Schweizer Rohstoffmultis in Kolumbien. mehr

 

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