Das Gerede von der Lohndiskriminierung

Die Bundesverwaltung stellt einen Teil der Lohndifferenz zwischen Frau und Mann immer wieder als unerklärbar dar. Das fördert die Empörung über die angebliche Benachteiligung der Frauen. Genauere Zahlen zeigen: Die Vorwürfe sind haltlos.

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Kommentare

Patrick Achermann

13.06.2019|09:36 Uhr

Betr.: "Beim durchschnittlichen Bruttomonatslohn machte die Differenz für eine Vollzeitstelle laut Lohnstrukturerhebung 2016 gar 18,3 Prozent aus; Männer erhielten 7946 Franken, Frauen 6491 Franken, die Differenz war 1455 Franken."Wenn ich solche Zahlen sehe, stellt sich mir die Frage, wie denn eigentlich das Steueraufkommen nach Geschlechtern aufgeteilt ist. Da ja die Männer statistisch mehr verdienen als die Frauen, leisten sie, dank Steuerprogression' auch einen überproportionalen Beitrag an die öffentliche Hand. Und welches Geschlecht bezieht mehr Geld vom Staat? Wäre zu klären.

Brigitte Miller

09.06.2019|09:20 Uhr

@Richard Müller: "Richtige Feministinnen fühlen sich sogar von der Natur diskriminiert, weil diese ihnen die Last der Schwangerschaft aufbürdet." Richtige Feministinnen kämpften/kämpfen für Gleichberechtigung und gleiche Chancen, nicht mehr und nicht weniger und das war auch nötig. Was sich heute als Feministin gebärdet, hat oft mit echtem Feminismus nichts zu tun. (Siehe z.B. Kulturrelativismus im Zusammenhang mit den Muslimen.)

Jürg Brechbühl

06.06.2019|19:25 Uhr

Noch eine Korrektur: Die korrekte Bezeichnung des beim Diskriminierungsgeschwätz verwendeten Datensatzes lautet nicht "Erwerbsstatistik der AHV", sondern ***Lohnstrukturerhebung der AHV***. Die Ergebnisse für die persönliche Situation kann jeder abfragen unter www.salarium.ch.

Alex Schneider

06.06.2019|18:52 Uhr

Und wenn die Lohndiskriminierung weg wäre, was dann? Dann haben die Frauen doch einfach schlechtere Chancen bei einer Neueinstellung, weil die Risiken, dass Frauen schnell wieder kündigen oder Kinder kriegen hoch sind. Mögliche Schwangerschaft oder Kündigung aus Rücksicht auf den Arbeitsplatz und/oder Wohnort des männlichen Partners sind die Hauptgründe für die Lohndiskriminierung der Frauen. Dazu kommen die Kosten der Stellvertretung oder der Einarbeitung einer Neuen. Die Frauen zahlen mit ihren tieferen Löhnen eine Risikoprämie, unschön, aber nachvollziehbar aus Sicht des Arbeitgebers.

Jürg Brechbühl

06.06.2019|16:01 Uhr

Ich wollte mit meinem vorherigen Einwurf klar machen, dass es zurzeit in der Schweiz keine brauchbaren statistischen Grundlagen gibt, um die Hypothese systematischer, branchenübergreifender Lohnunterschiede aufgrund des Geschlechtes nachprüfen zu können. Wer behauptet, die Frauen täten für die gleichen Aufgaben weniger Lohn erhalten in der Schweiz ist ein Lügner, ein Intrigant, ein Politaktivist, ein Demagoge. Was er definitiv nicht ist, er ist kein Wissenschaftler und kein ernst zunehmender Statistiker.

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