Intern

In der Nummer 13/19 kündigte die Weltwoche an dieser Stelle eine Recherche von Alex Baur zu US-Gerichtsakten an, deren Veröffentlichung der Walliser Familienpolitiker Christophe Darbellay (CVP) mit allen Mitteln verhindern wollte. Darbellay setzte beim Bezirksgericht Zürich ein vorsorgliches Verbot des Artikels durch, die Online-Version wurde eingeschwärzt. Inzwischen hat das Bezirksgericht auch die Argumente der Weltwoche angehört – und die Recherche zur Publikation freigegeben. Der Einsatz für die Pressefreiheit dürfte sich in diesem Fall auch materiell gelohnt haben. Falls der Entscheid rechtskräftig wird, muss Darbellay der Weltwoche 9693 Franken Schadenersatz zahlen. mehr

Unter dem Druck der hMeToo-Debatte haben mehrere europäische Länder ihr Sexualstrafrecht verschärft. Jede sexuelle Handlung, zu der die Frau ihre Zustimmung nicht erteilt, gilt a priori als eine Vergewaltigung. Auch die Schweiz müsse nachziehen, wird jetzt gefordert. Was heisst das konkret? Wird von den Sexpartnern bald verlangt, dass sie vor dem Akt einen Vertrag miteinander abschliessen, wie es an amerikanischen Universitäten üblich ist? Sind Frauen auf diese Weise wirklich besser geschützt? In Deutschland, wo die zweifelhafte Galionsfigur Gina-Lisa Lohfink die Kampagne für ein schärferes Sexualstrafrecht vor ein paar Jahren anführte, sind die Erfahrungen mit den neuen Vorschriften durchzogen, wie die renommierte deutsche Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen schreibt. mehr

Der deutschsprachige Wikipedia-Eintrag über den Klimaforscher Patrick J. Michaels liest sich wie eine Auszeichnung: Er zähle «zu den wenigen Klimaleugnern, die in Bezug auf ihre akademische Ausbildung eine echte Fachkenntnis in der Klimaforschung aufweisen können», steht dort. Michaels war fast drei Jahrzehnte lang oberster Klimawissenschaftler des US-Bundesstaates Virginia und präsidierte die Konferenz der amerikanischen «state climatologists». In der Debatte über den Klimawandel gehört er zu den meistgehörten Experten in den USA. Zum Treffen mit der Weltwoche fährt Michaels von seinem Wohnort, etwa eine Stunde von Washington, D. C., entfernt, in die Hauptstadt. Der prominente Wissenschaftler lenkt nicht etwa ein spritschluckendes amerikanisches SUV, sondern einen Zweisitzer-Japaner mit Hybridantrieb. mehr

Autos spielen bei Verleger und Selfmade-Millionär Jürg Marquard eine wichtige Rolle. Früher ist er Rennen gefahren, vor seiner Villa in Herrliberg stehen zwei Rolls-Royce und vier polierte Sportwagen. Redaktor Rico Bandle war es unangenehm, als er mit einem roten Allerweltswagen der Car-Sharing-Firma Mobility neben all den Luxuskarossen parkierte. Anders als erwartet, setzte Marquard nicht einen mitleidigen Blick auf, als er das Auto sah, sondern liess sich das Ausleihsystem genau erklären. Das Interesse war ernsthaft. Das macht wohl einen guten Unternehmer aus: Es wirkte, als wollte er ausloten, ob da ein Geschäft drinliegt. mehr

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Von Florian Schwab
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