Intern

Über den Besuch des Bundespräsidenten Ueli Maurer bei Donald Trump wurde viel Halbwahres und Erfundenes berichtet. Urs Gehriger und Christoph Mörgeli haben sich mit Teilnehmern der amerikanischen und schweizerischen Delegationen unterhalten. Fazit: Im Zentrum des Besuchs stand das Freihandelsabkommen. Das Treffen kam nur dank Edward McMullen zustande, dem amerikanischen Botschafter in der Schweiz. Dieser war überzeugt, dass sich sein Freund Trump mit Maurer gut verstehen werde. mehr

 

Der tägliche Nachrichtenfluss ist kaum auszuhalten. Klimakrise, Kriege, Katastrophen – glaubt man den Medien, befindet sich die ganze Welt kurz vor ihrem Untergang. Die ganze Welt? In den Auslagen findet sich ein neues Buch, das sich mit einem Arsenal von Argumenten gegen die Endzeitstimmung stemmt. Urs Gehriger hat sich mit dem Autor Gregg Easterbrook unterhalten. Der unverwüstliche Apostel des Optimismus schildert faktenreich, «warum die Welt einfach nicht untergeht». mehr

 

Mit dem Klimanotstand – oder, je nach Standpunkt, Klima-Hype – boomt auch das Geschäft mit der verbrannten Luft. Vor allem Firmen und Verwaltungen, aber auch besorgte Bürger kompensieren den durch Flugreisen an der Atmosphäre begangenen Frevel mit dem Kauf von CO2-Zertifikaten. Redaktor Alex Baur hat die Angebote untersucht und dabei festgestellt: Es gibt gewaltige und schwer nachvollziehbare Unterschiede beim Preis. Dieselbe Tonne CO2, die Myclimate via Swiss für 24 Franken verkauft, kostet dreimal mehr, wenn man sie direkt an der Quelle bezieht. Die Bundesverwaltung will nicht preisgeben, wie viel sie Myclimate zahlt, damit Beamte und Politiker ohne schlechtes Gewissen fliegen können. Über Umwege fand es Baur trotzdem heraus: Es sind rund fünf Franken pro Tonne CO2. mehr

 

FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter, einst als «Blocher in Jupe» apostrophiert, lehnt sich weit nach links und irritiert damit sogar ihre eigene Partei. So kritisiert sie öffentlich ihren Vorgänger und Parteifreund Johann Schneider-Ammann und setzt auf arbeitsmarktpolitische Massnahmen, die von Gewerkschaftspräsident Pierre-Yves Maillard inspiriert sind. Dazu gehört eine Überbrückungsrente für über Sechzigjährige, die von der Arbeitslosenkasse ausgesteuert wurden. Die FDP betonte sogleich, die Vorschläge seien «unbedingt» in eine europapolitische Gesamtschau einzubetten. Gemeint ist die Personenfreizügigkeit, die durch die Begrenzungsinitiative der SVP bedroht ist. Applaus erhält die neue Bundesrätin von linken Politikern: «Frau Keller-Sutter hat verstanden, dass es sozialpolitische Massnahmen braucht, um die unsägliche Initiative der rechtsnationalen Abschotter zu verhindern», sagt SP-Nationalrat und Gewerkschafter Corrado Pardini im Interview mit der Weltwoche.
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