Nivellierung nach unten

Das Schweizer Bildungssystem sei sozial ungerecht, kritisiert der Schweizerische Wissenschaftsrat. Die Lösung sieht er in mehr schulischer Gleichmacherei.

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Kommentare

Hans Georg Lips

15.01.2019|15:12 Uhr

Zynismus oder Wahrheit?Wenn man sich so herumhört könnte man zum Schluss gelangen, dass auch hier in der Schweiz ein Oberschichttriumvirat, bestehend aus Gebildeten (Akademiker), Investoren (Besitzern) und Politikern (Finanzknechten) daran macht, den Idealstaat zu errichten. Zuunterst möglichst der Import aus den Unterschichten Afrikas, Europas, Asiens und Südamerikas, in der Mitte die dummen und "gschaffigen" Schweizer und, eben oben die "crême de la crême".Lügenpresse und elektr.Medien als Helfershelfer plus Politlügen sind die Treibriemen zum neuen Staat. Hurra.

Jürg Brechbühl

12.01.2019|19:48 Uhr

@Markus SpycherIch kenne mich nicht mit amerikanischen Unterschichtsprachen aus. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man mit "Hey Mann"-Deutsch auf einen grünen Zweig kommt, wenn man eine Beobachtung im Alltag beschreiben, eine Bedienungsanleitung lesen, eine Garantiereklamation durchführen soll. Umgekehrt weiss ich aus komplett unterschiedlichen Quellen, dass Kinder sehr viel besser Deutsch lernen, wenn sie zuerst ihre Muttersprache ordentlich erlernen. Das hörte ich von einem Romanischlehrer in der Sutselva und von einem Lehrer, der italienische Kinder im Kanton Bern unterrichtet.

Jürg Brechbühl

12.01.2019|19:46 Uhr

@Hans Georg LipsDie folgende Geschichte spielt vor 20 Jahren und so viele Jahre lassen wir uns den Sch. gefallen. Mein Cousin ist in Bümpliz aufgewachsen. In der Schulklasse waren vier oder fünf Schweizer Kinder. Die Ausländer bekamen alle Spezialförderunterricht auf Deutsch. Mein Cousin hatte in allen Fächern gute Noten, nur im Deutsch machte er viele Fehler. Meine Tante verlangte darum, dass auch dieser Siebentklässler Zusatzunterricht auf Deutsch bekommt. Dieser wurde ihm verweigert, mit der Begründung, er sei Schweizer. Zum Glück hat er dann doch noch eine sehr gute Lehrstelle bekommen.

Markus Spycher

12.01.2019|13:48 Uhr

@J.Brechbühl. Ich wollte damit sagen, dass ein fremdsprachliches Gspänli für ein Kind wertvoller ist als eine möglichst frühe Perfektionierung in einer Hochsprache. In den USA gab es während der Aera Kennedy sprachliche Förderprogramme für Unterschichtskinder. In der Hoffnung auf gesellschaftlichen Aufstieg (vergl. dazu den Film "My fair Lady"). Die Resultate waren ernüchternd. Führende Linguisten empfahlen in de Folge, Sprachen von Unterschichten, bzw. Minderheiten zu emanzipieren - mit der Begründung, kompetente Zuhörer verstünden eben die auch dort anzutreffenden differenzierten Gedanken.

Rainer Selk

12.01.2019|10:38 Uhr

Jürg Brechbühl. Die verbale Entgleisung von M. Sypcher zeigt, dass er JB's Eintrag nicht richtig gelesen hat. Schlechte Manieren....

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