Intern

Oliver Zimmer lehrt moderne europäische Geschichte an der Universität Oxford und zählt zur globalen Elite seines Faches. Aufgewachsen ist er im Zürcher Oberland, und obwohl er schon lange in Grossbritannien lebt und einen britischen Pass besitzt, fühlt er sich der Schweiz immer noch stark verbunden. «Der wahre Weltbürger steht zu seiner Provinzialität», schrieb er unlängst in einem Essay. Dass die EU immer mehr Unterschiede in Europa einebne, beobachtet er mit grossem Misstrauen. Die Brexit-Debatte erinnere ihn manchmal an einen Kulturkampf, sagt Zimmer im Gespräch mit der Weltwoche. «Ich hoffe wirklich, der Schweiz bleibt das erspart.» Sein Rat an die alte Heimat: das Rahmenabkommen ablehnen. mehr

 

Klimaaktivisten haben das Flugzeug zum Sinnbild allen Übels erkoren. «Fliegen tötet», erklärte Patrick Hofstetter vom WWF kürzlich in einem Interview, «jeder Flug, den ich mache, verkürzt das Leben eines anderen Menschen». Tatsache ist: Die Fliegerei ist weltweit für gerade mal 2,6 Prozent der menschengemachten CO2-Emissionen verantwortlich, Tendenz sinkend. Tatsache ist: Wer in einem ausgebuchten Flugzeug reist, belastet die Umwelt weniger als der Passagier eines halbleeren Zugs auf derselben Strecke. Der Schlüssel liegt bei Verbesserungen in der Effizienz, die noch lange nicht abgeschlossen sind. Redaktor Alex Baur rechnet vor, warum sich Flugpassagiere kein schlechtes Gewissen machen müssen – und warum die nun geforderten Massnahmen gegen die Fliegerei der Umwelt und der Menschheit mehr Schaden als Nutzen bringen. mehr

 

Der Treibstoff des Lebens ist die Fortpflanzung. Sie beginnt irgendwann vor 3,5 Milliarden Jahren in den Tiefen der Ozeane. Niemand weiss, weshalb aus einer einzelnen Zelle plötzlich zwei wurden, dann vier und viel, viel später der Mensch. Fortpflanzung ist kein einfaches Ding. Da sind Weibchen und Männchen, da sind Eier und Spermien, und da ist ein Weg dazwischen. Welche Männchen finden zum Weibchen, welche nicht? Wer gewinnt den Wettbewerb der Spermienkonkurrenz und kann seine Gene weitergeben? Das ist die Welt des Evolutionsbiologen Stefan Lüpold von der Universität Zürich. Unlängst hat er eine Studie veröffentlicht, die man so zusammenfassen könnte: «Auffällige Affen haben kleine Hoden.» mehr

 

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Kommentare

René Sauvain

25.04.2019|21:33 Uhr

Hr. Baur, endlich eine plausible Stellungnahme in Sachen Fliegerei! Danke!

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