Intern

Viel zu reden gab die erste von zwölf Kolumnen des chinesischen Botschafters in der letzten Weltwoche. Einige Leser waren gar nicht erfreut, dass hier ein Exponent Pekings seine Sicht der Dinge, und erst noch anhand des Aufregerthemas Tibet, ausbreiten konnte. Wir drucken in dieser Ausgabe eine Replik und mehrere kritische Leserbriefe ab. Gleichzeitig unterstreichen wir die Notwendigkeit der anderen, der chinesischen Sicht. Es zeichnet die Schweiz und die Weltwoche aus, dass hier eine Vielfalt von fundierten Meinungen möglich ist. Und es bleibt unser Anliegen, dass gerade in diesen Zeiten, in denen China-Bashing auf allen Kanälen fast als Pflicht erscheint, die Sicht Pekings zu Wort kommen zu lassen, eine journalistische Notwendigkeit darstellt.

Der 54-jährige Physikprofessor Joël Mesot ist seit Anfang Jahr Präsident der ETH Zürich und bereits mitten in den Turbulenzen im Zusammenhang mit der beantragten Entlassung einer Professorin. Was ist von einem Chef zu erwarten, der seinen Posten frisch angetreten und dabei Probleme angetroffen hat? Am ehesten Zurückhaltung, bis die Fragen sorgfältig abgeklärt sind. Mesot aber ist rasch an die Öffentlichkeit gelangt und hat den Antrag auf Kündigung vertreten, mit andern Worten: Er hat sich nach kurzer Zeit in den Apparat ETH integriert. Woher kommt Mesot, was sind seine Führungserfahrungen? mehr

Seit den Ersatzwahlen für den Bundesrat im Dezember 2018 sitzen mit Viola Amherd (CVP), Karin Keller-Sutter (FDP) und Simonetta Sommaruga (SP) erstmals seit langem wieder drei Frauen in der siebenköpfigen Landesregierung. Doch was bedeutet das für den Bundesrat? Funktioniert das Teamwork besser als vorher? Redaktor Hubert Mooser hat die gegenwärtig herrschende Stimmungslage im Siebnergremium recherchiert. Bei aller Zurückhaltung, da die neue Mannschaft erst seit drei Monaten zusammenarbeitet, scheint eines aber klar: Die vielgepriesene Frauensolidarität hört spätestens nach der Wahl in den Bundesrat auf. Das zeigt jetzt auch die Rivalität zwischen den Polit-Primadonnen Sommaruga und Keller-Sutter.​ mehr

Amerikas drittgrösste Stadt Chicago schreibt Geschichte. Die völlig unbekannte Lori Lightfoot, 56, schwarz und lesbisch, wird mit einem Erdrutschsieg zur Bürgermeisterin gewählt. Weltwoche-Kolumnistin Amy Holmes hat Spitzen der Demokratischen Partei zum verblüffenden Aufstieg befragt. mehr

Im Januar 2018 traf Matthias Ackeret zum ersten und einzigen Mal die damals 81-jährige Margrit Schäppi. Sie wolle mit Exit ihrem Leben ein Ende setzen, sagte die gesunde Frau. Zehn Tage später war sie tot. Ackeret war erschüttert und beschloss, sich eingehender mit dem Thema Sterbehilfe zu befassen. Er ist nicht grundsätzlich gegen diese Praxis, doch wie sie gehandhabt wird, wie daraus ein Geschäft geworden ist, hat ihn überrascht: «Der Entscheid, den Todeszeitpunkt selbst zu bestimmen, ist eine schweizerische Spezialität – wie früher das Bankgeheimnis.» mehr

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Kommentare

Hans Georg Lips

15.04.2019|08:13 Uhr

En paar welsche Polittrottel wollen diesen Unterhosenassange hierher holen, für "politisches Asyl".Haben keine Ahnung wer das wirklich ist...

René Sauvain

12.04.2019|12:16 Uhr

Hr. Prof. Mesot, gratuliere Ihnen zu Ihrer raschen Entscheidung! Endlich wieder mal ein Vorgesetzter, welcher Verantwortung übernimmt und nicht X Jahre benötigt, um eine Entscheidung zu treffen, um abzuklären, ob er einer Partei oder sonst jemandem auf die Füsse tritt. Weiter so, Sie haben meine volle Unterstützung!! In der Industrie können wir auch nicht warten, um eine Entscheidung warten, bis die Firma Konkurs und pleite ist! Nochmals vielen Dank!!

Markus Spycher

11.04.2019|09:13 Uhr

@J.Brechbühl. Wir Schweizer in unserer Alpenrepublik haben schlicht keine Ahnung, wie in einem Land mit einer schier unendlich grossen Bevölkerungszahl die Ruhe und Ordnung aufrecht erhalten werden kann. Obschon wir eigentlich mit unserem Berner Jura eine gewisse Erfahrung haben sollten.

Hans Georg Lips

11.04.2019|06:42 Uhr

Herrn Köppel meine ich natürlich. Habe eine kleine Sehschwäche (misslungene Augenoperation) und trotz beleuchteter Keyboard Tasten Mühe mit den zu kleinen Lettern.Verzeihung. Aber der Angesprochene sollte den NZZ Kommentar zum Thema SRG lesen.

Hans Georg Lips

10.04.2019|20:48 Uhr

Herr Käppel. Ihr Kommentar zum Ereignis Maurer SRG ist völlig daneben und nicht durchdacht. Einer WW würdig ist der Kommentar in der NZZ von heute zur selben Sache.

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