ETH im Blindflug

Joël Mesot hat sich als neuer Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich rasch in die Schulführung integriert. Das ist gefährlich für ihn und für die Schule. Verliert er seine Handlungsfreiheit, ist die Qualität bedroht. Das zeigt die Entlassung von Astronomieprofessorin Marcella Carollo.

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Kommentare

Jürg Brechbühl

10.04.2019|19:28 Uhr

Man sollte den Auftritt von Joël Mesot nicht überbewerten. Er hat dort nicht seine eigene Rede gehalten, sondern die geputzte und gekämmte Version, die ihm die Kommunikationsabteilung der ETH zurechtgelegt hat. Dort schaffen 12 professionelle Journalisten Tag und Nacht daran, der ETH ein einheitliches Bild nach innen und nach aussen zu geben. Einschneidender ist die Drohung Mesots, dass das Interview von Frau Prof. Keller Konsequenzen haben werde, zumal sie unbewiesene Behauptungen von wegen Korruption von sich gegeben habe. Das ist eine massive Drohung an die anderen Profs., den Latz zu halten.

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