Novartis bringt Schweiz durcheinander

Trotz Stellenabbau und zwanzigjähriger schwacher Börsenperformance gewährt der Basler Pharmariese vierzehn Wochen Vaterschaftsurlaub. Und setzt damit Politik und KMU-Wirtschaft unter Druck.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Jean Ackermann

12.03.2019|09:46 Uhr

Bei rund 13000 Mitarbeitern in der Schweiz und davon etwa 8000 Männern macht das, nach Berechnung des Autors von einem Jahr Vaterschaftsurlaub, etwa 8000 Beschäftigungsjahre. Bei einer durschnittlichen Beschäftigungszeit von 25 Jahren bei der Firma, macht das über 300 Lebens-Arbeitplätze. Und jetzt eine so radikale Restrukturierung, wie bei Unternehmen denen das Wasser am Hals steht? Hätten Vasella und Jimenez unter denen die heutigen Verkaufsschlager entwickelt wurden und die die Novartis an die Weltspitze brachten auch so gehandelt?

Hans Georg Lips

11.03.2019|14:17 Uhr

Manager, die man im Ausland nicht (mehr) will, kommen hierher und kassieren unglaubliche Summen. Sie machen ihr Spielchen, die einen kaufen zu (viel zu teuer, Good Will!), die andern verkaufen. So hat jeder seine Strategie, der VR ist ohnehin immer überfordert, denn da hockt die Familie und die Jasager.

Jean Ackermann

11.03.2019|11:04 Uhr

Wenn man das Bekenntnis zu den Schweizer Wurzeln eines rein von Nichtschweizern geführten Unternehmens besonders betonen muss, dann ist was faul und zwar ziemlich faul, vor allem wenn man total für den Rahmenvertrag ist. Der Rahmenvertrag bedeutet klar die Aufgabe der schweizerischen Souveränität und mehr oder weniger der Demokratie, und das nur um sich den absolut freien Zustrom von billigen EU Arbeitskräfte zu sichern um damit die teureren Schweizer zu ersetzen. Die gigantischen Nebenkosten und Sozialkosten überlässt man dem Schweizersteuerzahler, selbst verlangt man Niedrigststeuern 13-14%.

Hans Baiker

07.03.2019|15:05 Uhr

Novartis hat seit dem höchst in 1998 gerade mal 20% zu gelegt, dass in den letzten Monaten, was eine gewisse Kurspflege nicht ausschliesst. In den letzten 10 Jahren sind die Aktienkurse von UBS und CS auf um 80% auf 20% gesunken. Die Managementphilosophien sind fast identisch. Vergleicht man, was die CS- und UBS-Grössen sich als Entschädigung gegönnt haben, als sie ihr Trümmerfeld verliessen, ist der Novatis-CEO mit 10 Mio. geradezu peinlich bescheiden. CS und UBS bleiben, was sie geworden sind, dafür sorgen die Finma und Basel-III. Novartis werden in den USA die Flügel gestutzt.

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