Intern: Schweiz–EU, Peter Stamm, Arthur Cohn

Dieser Tage beginnt die Frühlingssession von National- und Ständerat in Bern. Es geht also wieder los, denkt man – aber plötzlich erwischt man sich bei der Frage, was eigentlich genau Sinn und Zweck solcher Parlamentsberatungen sind. Wer Politikern und Interessenvertretern in letzter Zeit zugehört hat, muss fast zur Auffassung kommen, die National- und Ständeräte würden lieber nicht mehr allzu viel selber für das Land entscheiden. Den meisten scheint es wichtiger zu sein, die Schweizer Gesetze so auf das Ausland, vor ­allem die EU, auszurichten, dass von dort keine Reklamationen kommen und die Schweizer Unternehmen praktisch zum europäischen Binnenmarkt gehören. Wir haben uns umgesehen, gross ist die Koalition bekannter Persönlichkeiten, die die Schweiz aufgeben wollen. mehr...
 

 

Peter Stamm ist eine wohltuende Ausnahmeerscheinung in der Schweizer Literatur­szene. Nicht nur gehört er zu den wenigen ­Autoren des Landes, die auch im hartumkämpften englischsprachigen Markt Erfolg haben, im Gegensatz zu vielen seiner Berufskollegen ist er auch nie der Versuchung er­legen, mit schrillen Polit-Statements auf sich aufmerksam zu machen. Stamm ist ein stiller Schaffer, ein angenehmer, humorvoller Mensch, der in seinen Büchern die Beziehung zwischen Mann und Frau mit höchster Präzision und Raffinesse zu sezieren weiss. Rico Bandle hat Stamm an seinem Wohnort Winterthur getroffen, ohne zu wissen, dass der Autor an jenem Tag 55 Jahre alt wurde. Vielleicht war Stamm deshalb so gut aufgelegt und hat erstaunlich offen über seine Art zu schreiben geredet und darüber, weshalb er der Schweizer Literaturszene lieber fernbleibt. mehr...

 

Mit Arthur Cohn verbindet Kurt Aeschbacher eine originelle Freundschaft. Zum einen sind da die Torten, die der Filmproduzent regelmässig von Basels bester Confiserie liefern lässt. Zum anderen ist Cohn ein unerbittlicher Kritiker von Aeschbachers Arbeit am Bildschirm. «Da höre ich jeweils unverblümt, was ihm nicht gefallen hat – und meistens hat er mit dieser Schelte auch recht», erzählt der SRF-Moderator. «Was mich an unseren Tischgesprächen jedoch besonders berührt, ist seine Leidenschaft. Diese ungebrochene Passion, mit Filmen Geschichten über Menschen, ihre Beziehungen untereinander und zum Leben per se zu realisieren. Und davon erzählt er oft mit Tränen in den Augen. In diesem Sinne ist Arthur Cohn und sein Leben eigentlich selbst eine Filmfigur.» Gerne erinnert sich Kurt Aeschbacher, wie er Arthur Cohn einmal an die Oscar-Verleihung nach Hollywood begleitet hat. mehr...

 

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Von Kurt Aeschbacher
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