Akte XV

Viel Schnee, wenig Menschen: Lappland ist der ideale Ort, um die Wintertauglichkeit des Subaru XV gründlich zu testen.

Subaru, die Marke mit den sechs Sternen, ist zwar ein urjapanisches Unternehmen, aber nicht zuletzt dank seines langjährigen Markenbotschafters Bernhard Russi ist Subaru ziemlich schweizerisch. Technisch gesehen zeichnen Subarus zwei Merkmale aus: Allradantrieb und Boxermotoren. Dazu kommen halbharte Faktoren wie Zufriedenheit, Ver­arbeitung und Zuverlässigkeit, bei denen die Japaner in entsprechenden Kundenbefragungen ganz vorne liegen.

Es mag ein subjektiver Eindruck sein, aber ab 800 m ü. M. scheint die Subaru-Dichte in der Schweiz überproportional zu steigen, es ist für viele offensichtlich das perfekte Fahrzeug in der herausfordernden Bergwelt. Ich bin allerdings nach Lappland gefahren: Am Polarkreis gibt es ausreichend Platz und Schnee, um sich von den Allradqualitäten eines Subaru zu überzeugen. Die Strassen sind grundsätzlich schneebedeckt, auch wenn sie mit schwerem Gerät geräumt werden.

Ich fuhr einen Subaru XV, «unser vielseitigstes Fahrzeug und das meistverkaufte Modell», wie Werner Bärtschi, Direktor für Marketing und Kommunikation von Subaru Schweiz, sagt. Das Kompakt-SUV hat 22 Zentimeter ­Bodenfreiheit und fährt sich auf öffentlichen Strassen angenehm unaufgeregt. Der Boxer-­Benziner leistet 156 PS, die stufenlose Auto­matik schaltet sanft und wird nur bei Vollgas-Attacken kurz laut.

Das «Eye Sight»-System macht den XV ­sicher, es erkennt andere Fahrzeuge, Personen oder auch Velofahrer, was für jemanden, der in Zürich wohnt, beruhigend ist. Denn der hiesige Velofahrer ist auch in dunklen Winternächten gerne ohne Licht und in dunkler Kleidung auf der Strasse unterwegs.

In den langen Nächten des nordfinnischen Winters ist die Wahrscheinlichkeit, auf Ren­tiere zu treffen, allerdings weit grösser, als dass ein Zweirad ohne Licht einen aufschreckt. Ich fuhr vierzig Kilometer lang auf einer schmalen, rutschigen Strasse durch einen dunklen Wald, wo sich der XV als hochsolides Schneemobil erwies. Ich fuhr überdies auf abenteuerlichen Offroad-Strecken, vorbei an Birken und Nadelgehölz, und rutschte durch einen Handling-Parcours.

Sicherheit mit hohem Spassfaktor

Nur ein Druck auf die Taste mit der Bezeichnung «X-Mode», und es wird sofort eine spür­bare «Mobilitätsverbesserung» aktiviert. Die «X»-­Taste gewährt in heiklen Situationen ­Sicherheit auf Knopfdruck. Drückt man sie auf einer Kuppe, bevor das Gelände steil abfällt, ­stabilisiert das System den Wagen und lässt ihn ohne Zutun des Fahrers sicher hinunterklettern.

Beim weltgrössten Hersteller von Allradfahrzeugen sagt man über die eigenen Autos: «Sie sollen sicher und zäh sein, aber Spass ­machen.» In Lappland hat das alles ziemlich gut geklappt.

 

Subaru XV AWD 2.0i Luxury
Leistung: 156 PS / 115 kW,
Hubraum: 1995 ccm
Höchstgeschwindigkeit: 194 km/h
Preis: Fr. 35 500.–

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