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Die Cover-Zeile dieser Ausgabe hätte auch lauten können: «Die spinnen, die Europäer. Wie die EU die ältesten Demokratien des Kontinents bedrängt». Die gallischen Dörfer dieser Geschichte sind Grossbritannien und die Schweiz. Sie bekommen mit dem Brexit-Vertrag und dem Rahmenabkommen die volle Macht des Imperiums zu spüren. Die Schweiz setzt auf ein grosses Konsultativerfahren, um den Druck der EU abzufedern. Es könnte der Anfang einer neuen Aussenpolitik sein, wie Bundeshausredaktor Hubert Mooser schreibt (Seite 18). Die Briten trotzen der EU mit ihrem ehrwürdigen Parlament, auf dessen Gästetribüne unser ehemaliger Auslandredaktor Hanspeter Born vor vier Jahrzehnten erstmals sass. Am Samstag besuchte er den Westminster-Palast wieder einmal. «Wer das politische System von Grossbritannien verstehen will, muss das Parlament verstehen», sagt Born. Für die Weltwoche hat er aufgeschrieben, was man wissen muss. mehr

 

E. Y. Meyer gehört zu den grossen Autoren der Schweizer Nachkriegsliteratur. Sein Romanerstling «In Trubschachen» galt 1973 als Sensation, der legendäre Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld meinte: «Das Emmental kann und wird niemals mehr eine so detaillierte Darstellung erhalten.» Nun hat er für die Weltwoche so etwas wie einen Entwurf für einen aktuellen Heimatroman verfasst, inspiriert von der vergangenen Bundesratswahl. «Heidi versucht Bundesrätin zu werden» heisst diese aussergewöhnliche, aber lesenswerte Zeitanalyse des bedeutenden Berner Schriftstellers. mehr

 

Das Interview «Trump packt es nicht» (Ausgabe letzte Woche) von Weltwoche-Auslandchef Urs Gehriger mit Fox-News-Star Tucker Carlson hat in den USA hohe Wellen geschlagen. Kaum war das Interview in englischer Version im Internet aufgeschaltet, wurde es flächendeckend im ganzen Land zitiert und sorgte für einen Twitter-Sturm.

Die Washington Post bezeichnet das Interview in einem längeren Bericht als «beeindruckend». Yahoo News warnte in einer Schlagzeile, Carlsons Geständnisse in der Weltwoche seien ein «möglicherweise starkes Indiz für Ärger für Trump». Mediate.com – massgebend für Meinungsmacher und Nachrichtenproduzenten – bemerkte, Gehriger habe Carlson «bisher unbekannte Gefühle über Trump» entlockt. Der konservative Blogger Rod Dreher rief seine Leser bei The American Conservative dazu auf: «Lesen Sie das ganze Interview. Ernsthaft.» Medienkenner bemerkten, dass noch nie eine Schweizer Publikation mit einem Artikel so viele Schlagzeilen generiert habe wie Gehrigers Weltwoche-Interview.

Tucker Carlson zählt zu den grössten TV-Stars in den USA. Selbst Präsident Trump gehört zu seinen Fans. Tucker hingegen offenbarte Gehriger über Trump: «Ich denke nicht, dass er sich auf etwas lange fokussieren kann. Ich denke nicht, dass er das System versteht [. . .] Er hat viel weniger erreicht, als er sollte. Er ist nicht fähig dazu.»

Das Interview kann auf www.weltwoche.ch nachgelesen werden.

 

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