Plötzlich Sexist

Selten hat ein Gedicht so viel Aufmerksamkeit erhalten: Ein Werk des Schweizer Poeten Eugen Gomringer wird von der Fassade einer Berliner Hochschule entfernt, weil es angeblich sexistisch ist. Der Fall beschäftigt sogar die Polit-Elite. Zu Besuch beim 93-jährigen Urheber.

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Alex Baur, Redaktor

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Kommentare

Nannos Fischer

02.02.2018|14:59 Uhr

avenidasavenidas y floresfloresflores y mujeresavenidasavenidas y mujeresavenidas y flores y mujeres yun admiradorDass gerade dieses Gedicht von gerade diesen Frauen so vehement abgelehnt wird, lässt sich wohl unschwer aus einem naheliegenden Grund verstehen: ihnen ist Bewundertwerden noch nie zuteilgeworden, weder in avenidas noch sonstwo, noch mit flores, noch ohne, und sie wollen vor allem nicht als mujeres, in ihrer Weiblichkeit, wahrgenommen werden – als ob da die geringste Gefahr bestünde… Dass Bewunderung auch Blumen und avenidas gälte, liegt jenseits des Horizonts der Ärmsten.

Nannos Fischer

01.02.2018|19:20 Uhr

Eugen Gomringers Gedicht in Berlin hat die höchste mögliche Auszeichnung für künstlerische Qualität erhalten: es ist von den frauenbeauftragten Professorinnen und Studentinnen einer sogenannten Hochschule abgelehnt worden. E. Gorminger hätte wohl an sich zweifeln müssen, hätte er die bedauernswerten Geschöpfe kennenzulernen Gelegenheit gehabt und dabei feststellen müssen, dass sein Gedicht bei diesen Begeisterung ausgelöst hätte. Man fragt sich, was die Zelotinnen mit der Rektorin des Jahres 2011 inzwischen angestellt haben, die ja für die Anbringung des Gedichts Schuld trug. Gevierteilt?

Nannos Fischer

31.01.2018|22:01 Uhr

Die gestörten Ignorantinnen der ASH bestätigen, dass sie mit ihrem absurden Verhalten nicht an diese Schule gehören, da Künstler eben nicht eingleisig ideologisch zu denken pflegen. Es reicht nicht ignorant zu sein, man muss auch fähig sein, es die andern nicht merken zu lassen!

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