Optimale Betriebstemperatur

An der Weltklimakonferenz in Polen wird über die Folgen der Erderwärmung debattiert. Für die Schweiz wären diese gemäss einer grossen Studie des Internationalen Währungsfonds positiv: weniger Krankheiten, weniger Heizbedarf, höhere Produktivität.

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Alex Baur, Redaktor

Kommentare

Felix Baerlocher

09.12.2018|16:53 Uhr

Gesamt Nettoprimärproduktion = NPP/Areal*Gesamtareal. Gesamt NPP kann zunehmen, auch wenn NPP pro Areal (Baum, Blatt) gleich bleibt, Ich kenne das Klischee "Korrelation bedeutet nicht Kausalität", aktueller wäre "Correlation IS causation, but ambiguously so". Mit Path Analysis kann man Richtung und Stärke der Kausalität isolieren.Eine wichtige Funktion der Stomata ist es, den Wasserverlust einzuschränken. CO2 in der Luft ist natürlich geringer als in der Pflanze. Wenn CO2 ansteigt, lässt sich vielleicht genügend CO2 in einer kürzeren Zeitspanne anreichern, weniger Wasserverlust.

Jürg Brechbühl

08.12.2018|19:02 Uhr

@Felix Baerlocher, Sie machen einen Denkfehler. Die von Ihnen zitierte Arbeit bezieht die gesamte Blattoberfläche pro Hektar (genauer den Blattflächenindex LAI) in den Tropen auf das erhöhte CO2. Dabei wird nur eine einfache Korrelation behauptet. Mehr Blätter haben längst nicht eine erhöhte Photosyntheseleistung zur Folge.Beschattete Blätter sind nicht produktiv. Erst wenn die Nettoprimärproduktion zunimmt, kann man von einer Düngung reden. Das wird in dieser Arbeit nicht behauptet. Dazu kommt, dass die verwendeten Satellitendaten zur Schätzung des LAI notorisch unzuverlässig sind.

Jürg Brechbühl

08.12.2018|18:31 Uhr

@Felix BaerlocherEs gibt keinen experimentellen Nachweis für Düngungseffekt des CO2 in natürlichen Ökosystemen. - Die von Ihnen zitierte Arbeit beruht auf Computersimulationen. Im Grundstudium lernen die Biologen, dass die Stomatenöffnung im Blatt den Wasserhaushaltes ausgleichen. Wenn man tiefer gräbt, so zeigen experimentelle Arbeiten, dass das bei C3-Pflanzen nicht stimmt. Die Spaltöffnungen sichern die gleichmässige Versorgung des Photosyntheseapparates mit konstanten CO2-Mengen. Die CO2-Konzentration in der Grenzschicht der Blätter variert in einem viel grösseren Mass als jahreszeitlich.

Felix Baerlocher

07.12.2018|15:51 Uhr

Die Welt ist in der Tat "grüner" geworden, und die überzeugendste Erklärung dafür ist die Zunahme an CO2 (Zhu et al, 2016, Greening of the Earth and its drivers. Nature Climate Change).CO2 variiert sowohl täglich als auch jahreszeitlich. Pflanzen, die darauf flexibel reagieren können, haben einen klaren Vorteil.

Jürg Brechbühl

07.12.2018|09:36 Uhr

... letzter Satz im Einwurf von 6.12.2018, 16:44 Uhr sollte lauten: "Das ist in einem nichtlinearen, eigendynamischen, rückgekoppelten, rotem Rauschen ausgesetzten System nie so." -- bitte korrigieren, Entschuldigung für das Versehen.

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