Intern

Heute gehört er zu den Schweizer Superstars. Derzeit bereitet er sich in einem Toggenburger Bauernhaus (Titelbild für die Weltwoche) auf seine drei ausverkauften Hallenstadion-Konzerte vor. Doch Gölä alias Marco Pfeuti musste am Anfang unten durch, wurde ausgepfiffen, abgelehnt, verhöhnt. Er kämpfte weiter, biss sich durch und sprengte mit einer CD voller selbstgeschriebener Mundartlieder alle Schweizer Verkaufsrekorde. Rico Bandle zeichnet die Geschichte des erfolgreichsten Mundartsängers nach, die auch eine Geschichte ist über die politischen Gartenzäune und Gräben, die die Schweiz durchziehen. mehr

 

Die direkte Demokratie gilt als urschweizerische Tradition, aber der Bundesstaat von 1848 kannte keine Initiativen und Referenden. Es waren die Bürger, die diese Volksrechte erkämpften und immer wieder gegen Übergriffe von oben verteidigten. Vor allem die Initiative, die 1891 eingeführt wurde, ist bei den Eliten als Unruhestifterin verpönt – zu Unrecht, wie Katharina Fontana in ihrer Bilanz schreibt: «Das Volk hat in 127 Jahren keine verantwortungslosen Entscheide gefällt, keine Minderheiten nach Lust und Laune diskriminiert und die Schweiz nicht in unsichere Verhältnisse geführt – im Gegenteil.» mehr

 

Philipp Gut traf Richard Schäfer in den Büros von Medienunternehmer und FCB-Präsident Bernhard Burgener in Pratteln. Filmfiguren und Plakate von Champions-League-Finalen zeugen von den Aktivitäten des Hausherrn. Unser Gespräch mit Schäfer drehte sich aber nicht um Fussball – worum es geht, sieht man an den Manschettenknöpfen: roten Boxhandschuhen. Schäfer, eine imposante Figur, sprach in breitem Berner Dialekt über seine verrückte Karriere: Er wurde vom Banker zum erfolgreichsten Boxpromotor der Welt. Oscar De La Hoya und Floyd Mayweather gehörten zu seinen Partnern. Nun plant er mit Burgener einen neuen Coup: eine Art Champions League der besten Boxer weltweit. mehr

 

Einst vertrat Taiwan ganz China in der Uno und im Sicherheitsrat. Heute ist die Insel trotz Vorzeigedemokratie und Turboindustrie von der Weltgemeinschaft ausgeschlossen. Hinter der Ausgrenzung steckt China, das Taiwan als Teil der Volksrepublik beansprucht. Werden auf der Insel die Rufe nach Unabhängigkeit laut, droht Peking mit Invasion. «Vergesst Nordkorea: Eine chinesische Invasion in Taiwan ist die grosse Gefahr in Asien», titelte jüngst die US-Fachzeitschrift The National Interest. Vor den Lokalwahlen am kommenden Samstag hat Urs Gehriger Taiwans Aussenminister Joseph Wu besucht. «Es ist absehbar, dass die Spannungen weiter ansteigen werden», erklärte dieser. mehr

 

Helmut Scheben, ehemaliger Redaktor der Wochenzeitung und des Schweizer Fernsehens, ist nach Syrien gereist, um zu erfahren, was die Menschen dort über den Krieg in ihrem Land erzählen. Er bekam überall Klagen gegen den Westen zu hören: «Was haben wir den Europäern getan, dass ihr unseren Präsidenten stürzen wollt? Was haben wir den Amerikanern getan?» Scheben besuchte Homs, Latakia, Tartus und Damaskus, wo ihm die Bewohner versicherten, wie zufrieden sie mit Präsident Baschar al-Assad seien. Wenn dereinst wieder mehr Touristen das Land mit den spektakulären Sehenswürdigkeiten besuchen, könnte es sein, dass Assad immer noch an der Macht ist, bestätigt in mehr oder weniger freien Wahlen, schreibt Scheben. mehr

 

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