Intern

Lange schien es, als sei die Selbstbestimmungsinitiative für die SVP eher Last als Lust. Die Aktualität spielt der Volkspartei in die Hände. Der Disput um Uno-Migrationspakt und EU-Rahmenabkommen legt offen, dass es für die direkte Demokratie eng wird, wenn immer häufiger Staatsverträge oder globale Empfehlungen den Takt angeben. Eine wichtige Rolle spielt hier das Bundesgericht – genau gesagt eine der sieben Abteilungen, die besonders progressiv auftritt und mit zwei Urteilen aus den Jahren 2012 und 2015 die Debatte über die Grenzen der Volksmitsprache angeheizt hat. Katharina Fontana geht der Frage nach, was in diesen ominösen Entscheiden steht, die auf jedem Abstimmungspodium zitiert werden. mehr

 

Als Reporter Kurt Pelda – früher für die Weltwoche und SRF, heute für den Tages-Anzeiger – verdeckt unter Neonazis recherchierte, galt er als Held in der Journalistenszene. Als Pelda aber mit denselben Mitteln den Fokus auf Islamisten in der Schweiz verlagerte, meldeten sich plötzlich Bedenkenträger. In der Wochenzeitung erhob Nina Fargahi, Chefredaktorin des von Gewerkschaften finanzierten Branchenmagazins Edito, kürzlich schwere Vorwürfe gegen Pelda: Er habe einen Spitzel als Agent provocateur auf die Salafisten in Winterthur angesetzt, um über die von ihm selber angezettelten Delikte zu berichten. Alex Baur ist den Anschuldigungen nachgegangen. mehr

 

Amerika hat gewählt. Und in Florida werden die Stimmen neu ausgezählt. Wie im Nachzählkrimi 2000 liegen sich die Parteien in den Haaren. Die Weltwoche hat zwei prominente amerikanische Autoren gebeten, die Lage zu analysieren. «Die Zukunft gehört den Demokraten», schreibt Dana Milbank, Kolumnist der Washington Post. «Wenn sie klug sind, werden sie Trump nicht offen bekämpfen.» Victor Davis Hanson sieht die Lage düster: «Steuert Amerika auf einen Bürgerkrieg zu?», fragt der Kriegshistoriker und Stanford-Professor. Auslandchef Urs Gehriger hingegen findet Grund zur Hoffnung. «Die Amerikaner strömten in Rekordzahl an die Urnen. Sie wählten so viele Frauen wie noch nie. Die Midterms waren Zeugnis lebhafter Demokratie.» Dies dank Trump, der polarisiert und mobilisiert. Und der deutlich besser abschnitt als seine demokratischen Vorgänger Clinton und Obama. mehr

 

Wäre Hans Eichel der Familientradition gefolgt, er wäre Architekt geworden. Fünf Generationen vor ihm arbeiteten in dem Beruf, er selbst entschied sich für eine Laufbahn in der Politik. Seit über einem halben Jahrhundert ist er Sozialdemokrat, um das Jahr 2000 war er Bundesfinanzminister, zu einer Zeit, als die SPD noch nicht von Niederlage zu Niederlage taumelte. Weshalb die Partei in dieser existenziellen Krise steckt, erklärte Eichel der Weltwoche in Kassel, wo er ein Haus bewohnt, das er nach alter Väter Sitte selbst umgebaut hat. mehr

 

In eigener Sache: Die Weltwoche veröffentlicht regelmässig Texte von ausländischen Fremdautoren oder führt Interviews auf Englisch. Eine Auswahl englischer Texte wird ab sofort auf unserer Website unter der Rubrik «Weltwoche International» veröffentlicht. Viel Spass bei der Lektüre!

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Kommentare

Peter Wolff

16.11.2018|10:43 Uhr

Es reicht Herr Köppel! Ich habe definitiv genug von Ihrem Anglofaschismus und Rassismus. Ich betrachte diesen Leserbrief auch als Kündigung meines WeWo-Abos. Ich erkannte schon lange vor Ihrem CNN-Hintergrundbild, wo Sie wirklich stehen, nämlich näher bei Soros, Wyss und Konsorten als bei der Schweiz.

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