Wenn #MeToo das Gehirn vernebelt

Im Zuge der #MeToo-Debatte ist es normal geworden, Männer für Übergriffe zu beschuldigen, die Jahre zurückliegen. Dabei weiss man aus der Neuropsychologie, dass unser Gedächtnis in solchen Fällen äusserst unzuverlässig ist.

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Kommentare

Thomas Staub

16.11.2018|17:38 Uhr

"Me too" ist der Gipfel der heutzutage leider alltäglich gewordenen Praxis, mit welcher man unliebsame Personen gesellschaftlich abschiessen kann, ohne durch ein ein mühsames und aufwändiges Verfahren vor einem ordentlichen Gericht gehen zu müssen.Quasi das Äquivalent zu Hexenjagden im Mittelalter. Und wir denken tatsächlich, dass wir so unglaublich progressiv und aufgeklärt sind.

Markus Dancer

14.11.2018|06:10 Uhr

Me too - ich wurde bei der Geburt geschlagen! Me too - ich habe das Studium nicht fertig gemacht weil ich die Verantwortung fuer ein Unternehmen uebernommen habe! Me too, ich habe mich mit 64 selber pensioniert, weil ich ausgebrannt war u. krank wurde! Me too, ich habe ein neues Leben angefangen, in einem Entwicklungsland mit vielen "shortcommings" u. neuen Engagements. Me too es geht mir wieder gut! Solche "me too"s hoert man hingegen praktisch NIE! Armselige, verweichlichte Jammerbrueder u. Schwestern haben wir da gezuechtet! Ja genau "GEZUECHTET" OD. "ABGERICHTET"!

Hans Baiker

11.11.2018|19:13 Uhr

Die Kampagne ist rein politisch zu verstehen. Hat den Dems beiden Midterms den erhofften Rückenwind gegeben. Auffällig wie viele Rechtsgläubige sich irgendwann im Leben als Grüsel betätigt haben. Und wenn es nicht war ist, so wird einfach guterfunden wie im Fall Kavanaugh.

Inge Vetsch

10.11.2018|12:29 Uhr

Bravo und danke für den Beitrag, Cristina Staub, und für den Mut, diese vernünftige Meinung, die eigentlich selbstverständlich sein sollte, auch zu publizieren.

Markus Spycher

09.11.2018|11:17 Uhr

Es könnte sein, Brechbühl, dass im weltweiten, wie Sie sagen "Verteilungskampf", sich ein Matriarchat durchsetzen könnte ("I have the Pussy"). Sie kennen als Biologe ihren Darwin hoffentlich gut genug um zu wissen, dass es reinen Altruismus nicht gibt. Da gilt es nun - Survival of the Fittest - gegen Philosophinnen, Medienwissenschafterinnen und Psychologinnen anzutreten, notfalls mit figulanten Forumskommentaren. - Bin ich ein Feminist oder bloss ein blöder Mann?

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