Intern

Es war eine der grössten aussenpolitischen Krisen der Schweiz in den letzten Jahrzehnten. Nach der Verhaftung von Hannibal Gaddafi und seiner schwangeren Ehefrau im Juli 2008 in Genf, richtete das libysche Regime eine diplomatische Kriegserklärung an die Adresse der Schweiz und nahm den ABB-Ingenieur Max Göldi und den Geschäftsmann Rachid Hamdani in Geiselhaft. Nun legt Göldi seine Tagebuchnotizen unter dem Titel «Gaddafis Rache» vor. Philipp Gut hat das 616 Seiten dicke Werk, das ein neues Licht auf die Affäre und die beteiligten Akteure wirft, gelesen und sich mit Max Göldi getroffen. Was nicht im Buch steht: Auf der Schweizer Botschaft in Tripolis las Göldi regelmässig die Weltwoche. Diese habe eine recht akkurate Beschreibung der Entwicklungen geliefert. Als ihn die Libyer ins Gefängnis steckten, schmuggelte ein Botschaftsangehöriger die Weltwoche sogar in Göldis Zelle. mehr

 

Das «Blaue Memorial» von General Ulrich Wille war bisher nur vereinzelten Historikern bekannt: Der Oberbefehlshaber der Schweizer Armee im Ersten Weltkrieg überliess dieses geheimnisumwitterte Manuskript von 1924 seinen Nachkommen, um seine Rolle bei der Niederschlagung des Generalstreiks vom November 1918 ins richtige Licht zu rücken. Wille war überzeugt, dass die Streikführer in ihm einen mindestens ebenbürtigen Gegner hatten und dass ihm die entscheidende Rolle bei der Rettung des Vaterlandes zufiel. Der Militärhistoriker Hans Rudolf Fuhrer hat von der Familie Wille nun die Erlaubnis erhalten, das «Blaue Memorial» zu veröffentlichen. Die Weltwoche präsentiert die kleine historische Sensation. mehr

 

Auf diesen Tag haben Amerikas Demokraten zwei Jahre lang gewartet. Angetrieben von der Wut auf Donald Trump, sind sie entschlossen, bei den Zwischenwahlen nächsten Dienstag die Kontrolle über den Kongress zurückzuerobern. Im hitzigen Klima sind Stimmen der Vernunft selten. Michael Barone zählt zu ihnen. Seit 1972 legt er den «Almanach der amerikanischen Politik» vor, eine Art Bibel des US-Politzirkus. Von Urs Gehriger auf die feindselige Stimmung in der Ära Trump angesprochen, meint Barone nüchtern: «Es ist bemerkenswert, wie wenig sich die politische Landschaft in den letzten 25 Jahren verändert hat.» mehr

 

Sie gehören heute noch zu den beliebtesten Comics Europas: die 24 «Tim und Struppi»-Alben, die zwischen 1929 und 1976 erschienen sind. Über deren Autor, Hergé, kursierten schon zu Lebzeiten Gerüchte, er sei ein Nazi-Kollaborateur gewesen. In Belgien geniesst der Vater von Tintin Heldenstatus, weshalb die Angelegenheit lange Tabu war. Der Schweizer Schriftsteller Claude Cueni hat Hergés Geschichte akribisch erforscht. Resultat ist eine Romanbiografie, die in diesen Tagen in den Buchhandel kommt. Für die Weltwoche fasst er seine wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Seine zweiteilige Serie liest sich spannend wie ein Krimi. mehr

 

In eigener Sache: Das Video vom «Gipfeltreffen der freien Rede» mit Thilo Sarrazin und Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel finden Sie auf www.weltwoche.ch.

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