Intern

Bei der Kandidatensuche für den Bundesrat scheint nur ein Kriterium zu zählen: das Geschlecht. Über etwas anderes wird gar nicht geredet. Kaum jemand wagt, die autoritär vorgetragenen Forderungen nach Frauen in Frage zu stellen. Unfreiwillig zum Sinnbild für die Diskussion ist Nationalrat Cédric Wermuth (SP) geworden, der sich stets für mehr Frauen in der Politik starkmachte, letzte Woche aber eine SP-Kandidatin für den Aargauer Ständeratssitz verdrängte. Er könne besser für feministische Anliegen einstehen als seine Kontrahentin, meinte er. Dies brachte uns dazu, Wermuth – die bessere Frau – zum Gesicht unserer Titelgeschichte zu machen, inklusive Tamara-Funiciello-Frisur. Werden Frauen heute tatsächlich noch diskriminiert, wie es allenthalben heisst? Tamara Wernli und Beat Gygi sind dieser Frage nachgegangen. mehr

 

Der Einladung ins «Bikini Berlin» folgten wir gern. Dort, in einem Shoppingparadies beim Ku’damm, lud Barbara Schöneberger, bekannt aus Film und Fernsehen, zu einer öffentlichen Blattkritik für ihre Leserinnen. Das blonde Multitalent ist nicht nur Moderatorin, Schauspielerin, Komikerin und Sängerin, sondern auch Chefin von Barbara, einem erfolgreichen Frauenmagazin jenseits ausgetretener Pfade. Entgegen dem Branchentrend kann sich das Heft kaum der Inserate erwehren. In diesen Tagen startet Schöneberger ihr nächstes Projekt: Barbaradio. Philipp Gut hat sich unter die weiblichen Fans von Barbara Schöneberger gemischt – auf der Suche nach der Erfolgsformel dieser deutschen Superfrau. mehr

 

Die Baselbieter Ärztin Erika Preisig findet in ihrem Beruf ihre Lebenserfüllung. Dabei hat sie erkannt, dass nicht bei allen Patienten Hoffnung auf Heilung besteht. Darum begleitet sie auch Menschen auf ihrem letzten Weg. Die Schweiz ist in dieser Hinsicht ein relativ liberales Land. Dennoch sieht sich die Ärztin immer wieder Anfeindungen ausgesetzt. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Baselland Anklage gegen Preisig erhoben, weil sie die Sterbebegleitung in einem Fall als unrechtmässig erachtet. Rolf Hürzeler hat Erika Preisig in Biel-Benken besucht. mehr

 

Wer «Chicago» hört, denkt an Al Capone. Noch heute fasziniert der legendäre Gangster, der dort sein Unwesen trieb. Banden, Mord und Rauschgift haben die «Windy City» nie verlassen. Heute sterben in Chicagos Süden mehr Amerikaner als im Irak zu den schlimmsten Zeiten. Es ist ein Krieg von Schwarz gegen Schwarz. Und die Opfer werden immer jünger. Sie morden für ein Paar Turnschuhe oder wegen einer Beleidigung auf sozialen Medien. Urs Gehriger fuhr mit einem verurteilten Mörder durch Englewood, eines der schlimmsten Quartiere der South Side. Als er sich von der mittäglichen Ruhe im Quartier überrascht zeigte, meinte sein Gang-Guide kühl: «Lass dich nicht vom Schein täuschen. In den Häusern und Hecken lauern die Löwen und beobachten die Gazellen.» mehr

 

Danach legte Gehriger in Washington einen Zwischenstopp ein, wo das Gezerre um Trumps designierten Supreme-Court-Richter ebenfalls Züge eines Bandenkrieges annimmt. «Die hochemotionalen Angriffe auf Brett Kavanaugh verströmen den Odem einer Schreckensherrschaft», kommt Gehriger zum Schluss. «Sie offenbaren eine #MeToo-Bewegung, die alles Mass zu verlieren droht.» mehr

 

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