Intern

Wussten Sie, dass Schweizer Schüler «nach Gehör» schreiben lernen? Und lesen wiederum durch Schreiben? Was wie ein Witz klingt, ist in vielen Schulzimmern Realität. Die Methoden des 2009 verstorbenen Reformpädagogen Jürgen Reichen werden hoch gelobt, weil sie ein lustvolles und «selbstgesteuertes» Lernen versprechen. Jetzt regt sich Widerstand. Zu den profiliertesten Kritikern gehört der emeritierte Zürcher Pädagogikprofessor Jürgen Oelkers. Er macht die reformpädagogischen Methoden mit verantwortlich dafür, dass die Rechtschreib­fähigkeit der heutigen Schüler bedenklich abnimmt, wie Peter Keller und Philipp Gut berichten. mehr...

 

Diese Woche verurteilte das Obergericht des Kantons Uri auf Geheiss des Bundesgerichtes den Milieuwirt Ignaz Walker zu zehn Jahren Gefängnis, weil dieser im Herbst 2010 einen Auftragskiller auf seine Ehefrau angesetzt hatte. Es ist exakt dieselbe Strafe, zu der Walker bereits 2012 in erster Instanz verurteilt wurde. Das Verdikt ist wohl definitiv. Der vermeintliche Urner Justizskandal wird damit endgültig zum «Rundschau»-Skandal. In einer veritablen Kampagne hatte das TV-Magazin Walker zum Opfer behördlicher Willkür hochstilisiert. Dabei blieb es nicht bei der Justizkritik, wie «Rundschau»-Chef Mario Poletti nun scheinheilig relativiert. «Rundschau»-Reporter ­Roman Banholzer mischte sich aktiv in das laufende Strafverfahren ein. Um seine abstruse und inzwischen auch widerlegte Verschwörungstheorie zu untermauern – das Opfer soll demnach den Mordanschlag gegen sich selber inszeniert haben –, reichte er sogar manipulierte Akten beim Gericht ein. Wie ist ein derartiger journalistischer GAU möglich? Warum ver­sagten bei SRF alle Sicherungen? Alex Baur ging der Sache auf den Grund. mehr...

 

Es gibt sie noch, die leidenschaftlichen Verfechter der europäischen Einigung. Zu den vehementesten gehört der österreichische Schriftsteller Robert Menasse, der letztes Jahr mit seinem Europa-Roman «Die Hauptstadt» den Deutschen Buchpreis gewann. Rico Bandle hat Menasse in Zürich getroffen und einen un­bändigen Debattierer kennengelernt. Voller Elan legte er sich für die europäische Idee ins Zeug, und als er einige Tage später seine pointierten Aussagen autorisieren sollte, hat er sie nicht etwa abgeschwächt, sondern zugespitzt. Dazu schrieb er: «Wenn die Weltwoche-Leser schon über mich herfallen wollen, dann soll doch etwas klarer sein, warum.» mehr...

 

Mark van Huisseling kennt einige Schweizer Skigebiete und ihr touristisches Angebot recht gut: St. Moritz und Zermatt etwa, die er seit ­vielen Jahren besucht – Ersteres auch wegen der gesellschaftlichen Aktivitäten, Zermatt wegen seiner Pisten und des besten aller Espressi auf der italienischen Seite –, sowie Laax, wo er seit kurzem eine Wohnung hat. Darum interessierte es ihn auch persönlich, welche Skiresorts als die innovativsten hierzulande gelten. Die Ergebnisse, die aufgrund einer Befragung der Verantwortlichen von dreissig Reisezielen und einer Auswertung der Angaben durch Kenner der Branche zustande kamen, überraschten respektive freuten ihn. mehr...

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Kommentare

Bruno Mair

27.01.2018|12:55 Uhr

@„Markus“ nicht nur das... Die Anonymität geht sogar soweit, dass wenn der Markus F. dem Markus O. eine Antwort geben will, oder deren Beitrag kommentieren möchte, ist die Verwirrung komplett. Ob dies von der Redaktion extra so eingeplant worden ist, oder eben nicht zu Ende gedacht wurde... das bleibt wohl Ihr Geheimnis. Zudem wurden Kommentare während der „Umstellung“ einfach weggeschnitten, oder gar nicht mehr veröffentlicht! Vielleicht wird nun beides nachgeholt und die „Fehler“ korrigiert, wer weiss.

Markus Spycher

25.01.2018|11:17 Uhr

Schön, dass Sie bei den Leserkommentaren in den Foren nur noch die Vornamen schreiben, liebe Redaktion. Das wird wohl den einen oder andern ermuntern, etwas mutiger (um nicht zu sagen 'radikaler') zu schreiben .

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