«Dieses Jahr wird die Europäische Republik ausgerufen»

Schriftsteller Robert Menasse gehört zu den grössten Verfechtern der europäischen Einigung. Der Schweiz empfiehlt er trotzdem, mit einem EU-Beitritt zuzuwarten. Begegnung mit einem leidenschaftlichen Debattierer, der den Nationalstaat für überholt hält.

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Von Beat Gygi
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Kommentare

Markus

30.01.2018|11:19 Uhr

@Michael. Ich lasse Ihnen Ihre Chorknaben, will sagen Nationalstaaten. Sie mögen kriegshistorisch recht haben. Mit Blick auf die Evolution sind Staatsgebilde aber bloss Auslaufmodelle. Betrachten Sie Mikro- und Makrokosmos. Die Entwicklung läuft fogendermassen: Zelle>>Gewebe>>Organ>>Organismus>>Familie>>Sippe>>Stamm>>Staat>>Staatenbund. Die Informatikentwicklung deutet darauf hin, dass weltweit Staaten überflüssig werden, weil gigantische, weltweit tätige Unternehmen unser Handeln und Bewusstsein bestimmen werden. Zukunftsmusik: Krieg der Sterne.

Michael

28.01.2018|13:58 Uhr

Die Hypothese des Nationalstaats als Wurzel des Bösen ist unhaltbar. Zählt man die Leichenproduktion universalistischer Ideologien von der Vendée bis zum maoistischen China zusammen, so stehen Nationalisten wie Chorknaben da. Supranationale Gebilde wie die Sowjetunion sind empirisch wesentlich gefährlicher als Nationalstaaten, sowohl in ihrer Repression nach innen wie der Aggression nach aussen.

Axel

25.01.2018|05:30 Uhr

Ja zu einem Europa, aber auch ja zu einem Europa das langsam zusammen wächst, ja zu einem Europa das nicht von Brüssel mit Kommissaren regiert wird, ja zu einem Europa der Vaterländer. Herr Melasse sucht eine neue Heimat, ein Europa wie die Bürger es wollen wird ihm nicht gefallen.

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