Intern

Die Frage «Wer ist Peter Thiel?» kann im Silicon Valley jedes Kind beantworten. Um den Gründer von Paypal, der mit einem Facebook-Investment seine erste Milliarde verdiente, ranken sich viele Legenden. Beispielsweise, wie er gemeinsam mit dem befreundeten Paypal-Mitgründer und heutigen Tesla-Chef Elon Musk in dessen McLaren-F1-Sportwagen über die kalifornischen Strassen heizte. Musk baute einen Unfall mit Totalschaden, doch die beiden Internetpioniere entstiegen dem Wrack ohne nennenswerte Kratzer. Im Gegensatz zu Elon Musk ist Peter Thiel aber äusserst sparsam mit öffentlichen Auftritten, inszeniert sich nicht als Popstar-Unternehmer. Er wird als «flüchtig» und «schwer zu fassen» beschrieben. Weltwoche-Redaktor Florian Schwab bemühte sich jahrelang erfolglos um ein Interview, bis Peter Thiel vor zwei Wochen persönlich eine einzeilige Zusage drahtete. Es war vermutlich eines der letzten Interviews, das Thiel im Silicon Valley gegeben hat. Im August verlässt er das Internet-Mekka. Eine gute Stunde nahm sich der Technologie-Investor Zeit für die Zeitschrift aus Zürich. Das Interview sei tremendous gewesen, meinte Thiel beim Abschied. mehr

 

Der Baselbieter SP-Nationalrat Eric Nussbaumer passt in kein linkes Klischee. Er ist in eine mennonitische Familie hineingeboren worden. Als gelernter Elektroingenieur war er im Baselbieter Gewerbe verankert. Politisch bleibt er konsequent auf Kurs, dass seinen Parteikollegen davon fast schwindlig wird. Bei Nudeln und Koteletts und 25 Grad im Schatten spricht der EU-Freund und SP-Politiker mit der Figur eines in die Jahre gekommenen Zehnkämpfers und dem markanten Kinn über seine tiefsten Überzeugungen, die, wie gerade jetzt im EU-Dossier, manchmal zu Zusammenstössen mit seinen Parteileuten führen. mehr

 

Sebastian Kurz sei ein «Rockstar», sagte vor kurzem der US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell. Damit ist Grenell nicht allein. Kurz gilt heute als eine der Zentralfiguren der europäischen Politik. Warum und ob zu Recht – das analysiert Michael Fleischhacker in einem Essay. Der ehemalige Chefredaktor der Wiener Tageszeitung Die Presse kann von Rockstar-Allüren wenig berichten. Im Gegenteil: Kurz, sagt Fleischhacker, habe in Gesprächen nicht über sich und seine Botschaften reden wollen, sondern sei immer auch und vor allem an den Meinungen und Ansichten seines Gesprächspartners interessiert gewesen. mehr

 

Mehrere Monate stand Kulturredaktor Rico Bandle mit Schriftsteller E. Y. Meyer in Kontakt, bis er ihn endlich treffen konnte. Meyer gehört zu den Schwergewichten der hiesigen Literaturszene, stand sogar schon mal auf der offiziellen Nominationsliste für den Nobelpreis. Vor einigen Wochen hat es dann endlich geklappt: Die beiden verabredeten sich in der Bar des Berner Kursaals, tranken Gin Tonic und diskutierten einen Nachmittag lang über Bücher, die Schweiz, über Meyers Freunde Frisch und Dürrenmatt und über seine politische Einstellung, die so gar nicht jener entspricht, die man von einem Kulturmenschen erwarten würde. mehr

 

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