Intern

Wie weiter mit dem Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union? Die Verhandlungen in Brüssel sind blockiert, der Bundesrat zeigt sich konsterniert und weiss nicht weiter. Im Vordergrund stehen im Moment die flankierenden Massnahmen zum Schutz der Schweizer Löhne, welche der EU nicht genehm sind. Der Bundesrat will von einer Aufweichung des Lohnschutzes nichts wissen, es handle sich um eine rote Linie. Dennoch will er in den kommenden Wochen mit den Gewerkschaften, den Arbeitgebern und den Kantonen ausloten, inwieweit Konzessionen möglich sind. Das Ganze ist nicht nur widersprüchlich, sondern paradox: Die Schweiz diskutiert jetzt über eine Anpassung der arbeitsrechtlichen Meldefristen und Lohnkontrollen. Dabei stehen mit dem Rahmenabkommen ungleich wichtigere Grundsätze auf dem Spiel. mehr

 

Überall, wo die SRF-Show «Donnschtig-Jass» haltmacht, steigt ein Dorffest. Letzte Woche war dies in Klingnau der Fall. 4000 Leute drängten sich auf den Festbänken – in einer Ortschaft mit 3000 Einwohnern notabene. Unbestrittener Star der Live-Sendung war Moderator Roman Kilchsperger. Redaktor Rico Bandle war vor Ort und stellte fest: Viele Leute kommen nur wegen ihm. Doch nun verlässt der populäre Fernsehmann SRF, er wechselt zum Bezahlsender Teleclub. Einzig den «Donnschtig-Jass» macht er noch weiter, weil SRF die Alternativen fehlen. Die Hintergründe, wie SRF seinen besten Mann verlor, sagen viel aus über den jetzigen Zustand unseres Gebührensenders. mehr

 

Die Champs-Elysées erleben eine spektakuläre Renaissance. Jean Nouvel und weitere Stararchitekten sind am Bauen. Hundert Millionen Besucher pro Jahr flanieren auf der Edelmeile, und es sollen noch viel mehr werden. Paris stellt sich auf den Brexit ein und lässt seinen Parade-Boulevard, wo de Gaulle nach der Rückkehr aus dem Exil paradierte, wo Belmondo und Jean Seberg mit dem Film «Ausser Atem» Zwischenstopp einlegten, in neuem Glanz erscheinen. Jürg Altwegg lädt zu einem Bummel ein. mehr

 

Die beste Kennerin von Leben und Werk des literarischen Giganten Johann Wolfgang von Goethe ist hierzulande die Zürcher Germanistin Margrit Wyder. Für die Weltwoche beschreibt die Präsidentin der Goethe-Gesellschaft Schweiz die vielfältigen Beziehungen des Dichters, Naturwissenschaftlers und Staatsmanns zur Alpenrepublik des 18. Jahrhunderts. Der Schweizer Tourismus verdankt Goethes Schilderungen von Land und Leuten viel. Nicht weniger als vier Mal bereiste er verschiedene Schweizer Gegenden und liess sich vor allem vom Alpenmassiv mit dem Gotthardpass tief beeindrucken. Goethe suchte die Natur und die Freiheit, durchschaute aber auch manche Schwächen seiner Gastgeber. 1797 trug er sich mit dem Gedanken, die Tell-Sage poetisch zu gestalten; bekanntlich überliess er den dramatischen Stoff dann seinem Freund Friedrich Schiller. Zum Glück für die Schweiz, möchte man sagen. Denn Goethe hätte den bösen Landvogt Gessler als «behaglichen Tyrannen» beschrieben. mehr

 

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